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Eine kurze Geschichte der Schweiz

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Eine kurze Geschichte der Schweiz

Die Ursprünge der Schweizer Eidgenossenschaft

Die Schweiz ist eine der kleinen Staaten Europas. Schon früh wurden Teile der heutigen Schweiz besiedelt. Bekannt ist vor allem die keltische Kultur. Die bekanntesten Kelten, die Helvetier, gaben später der „Confoederatio Helvetica“ ihren Namen. Im 1. Jh. vor unserer Zeitrechnung wurde das Territorium der heutigen Schweiz von den Römern erobert. Im Westen wurde es dann von Völkern aus Burgund und im Osten von Alemannen besiedelt. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches besiedelten germanische Stämme dieses Land (3.- 5. Jh.).

So entstanden hier, im Norden des Landes, germanische Mundarten. Die Bevölkerung im südlichen Teil des Landes eignete sich Kultur und Sprache der Kelten an, die sich dort niederließen. Im 6. Jh. wurde die ganze Schweiz von germanischen Stämmen der Franken erobert.

Am Anfang des 9. Jahrhunderts wurde die Schweiz dem großen Reich von Karl des Großen angeschlossen. Das trug zur weiteren Germanisierung des Landes bei. Die Schweiz lag damals am Rande der Territorien von drei verwandten Völkern, deren Kultur und Sprache ähnlich sind.

Mit der Zeit entstanden in der Schweiz drei ethnische Gemeinschaften, wo später Frankenschweizer, germanische Schweizer und Italienschweizer lebten. Im 11. Jahrhundert wurden alle Länder der Schweiz ein Teil des Heiligen Römischen Reiches.

Mitte des 13. Jhs. bekamen die Habsburger die Kontrolle über die Zentral- und die Ostschweiz. Beim Tod Rudolfs schlossen sich die drei Waldstätte Schwyz, Uri und Unterwalden 1291 im „Ewigen Bund“ zur Wahrung ihrer Freiheiten zusammen und verpflichteten sich zu gegenseitiger Hilfe. Das war der Beginn der Schweizer Eidgenossenschaft.

 

Festigung und Gleichberechtigung der Eidgenossenschaft (1291-1513)

Die Innerschweizer Bauern stürzten sich in der Folge der Zeit in eine Reihe von Kriegen. Sie wollten den Feudalherren des Mittellandes ihre neue Ordnung aufzwingen. So schlossen sich zuerst Luzern (1332), Zürich (1351), Glarus und Zug (1352) und schließlich Bern (1353) den drei Kantonen an und bildeten den Bund der acht Kantone.

1499 war die Schweiz von der Herrschaft des Römischen Reiches frei. Damals gab es in der Schweiz große soziale und religiöse Gegensätze zwischen Protestanten und Katholiken.

Zur Zeit waren in der Schweiz schon 13 Kantonen.

 

Von der Reformation bis zu den Westfälischen Verträgen (1513-1648)

Die Reformation und ihre Auswirkungen bedrohte ernstlich die Einheit der Eidgenossenschaft: Von Ulrich Zwingli wurde sie 1519 in Zürich eingeführt und führte zum Bürgerkrieg zwischen den Bergkantonen und Freiburg und Solothurn, die katholisch blieben, und dem Rest der Kantone, die protestantisch wurden. Die Katholiken schlugen die Protestanten 1531 in der Schlacht bei Kappel, wobei Zwingli ums Leben kam. Es kam zu einer Beruhigung zwischen den Konfessionen in den sieben katholischen, vier reformierten und zwei gemischten Kantonen. Unter dem Einfluß von Johannes Calvin (seit 1536) wurde Genf zum Zentrum des Protestantismus. Trotz der inneren Spannungen bewahrte die Eidgenossenschaft ihre politische Einheit. Die Westfälischen Verträge erkannten ihre vollständige Unabhängigkeit an.

Der wirtschaftliche Aufschwung und das oligarchische Patriarchat (1648-1792).

Während der zweiten Hälfte des 17. Jhs. erlebte die Schweiz eine Zeit des Wohlstands und des Friedens. Die Stadtkantone wurden oligarchisch beherrscht, und die ehemaligen Strukturen der Landkantone gerieten in Vergessenheit. Neue Widersprüche traten auf und verstärkten sich mit der Verbreitung aufklärerischen Gedankenguts.

Die Eidgenossenschaft, die Revolution und das Reich (1793-1814)

Die französische Revolution hatte auf die politische Entwicklung in der Schweiz großen Einfluß. 1792 wurde in Genf die Oligarchie gestürzt, und Frankreich besetzte das Bistum Basel. Eine helvetische Republik mit einer einheitlichen Verfassung wurde dem Land von Paris her aufgezwungen. Sie erwies sich jedoch sehr bald als unregierbar. 1803 unterschrieb Napoleon Bonaparte die Mediationsakte, eine neue Verfassung, die die Strukturen der Eidgenossenschaft wieder herstellte.

Im 18. Jahrhundert bestand die Schweiz aus 13 Kantonen, aber immer neue Länder wurden ihr angeschlossen.

Ende des 18. Jhs. eroberte Napoleon die Schweiz und so wurde eine einheitliche Republik mit zentralisierter Regierung gegründet. Nach dem Zusammensturz des Napoleonreiches wurde die Schweiz vom Wiener Kongress als ein neutraler Staat anerkannt.

Von der Restauration zum Liberalismus (1815-1848)

Der Untergang der Herrschaft Napoleons führte zur Abwahl der Mediationsakte durch die schweizerische Bundesversamnlung (Dez. 1813). Unter der Schirmherrschaft des Wiener Kongresses, der die andauernde Neutralität der Schweiz anerkannte, schlossen 22 Kantone einen neuen Bund (August 1815). Zu den ursprünglichen 13 Kantonen gesellten sich Sankt Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin, Waadt, Wallis, Neuenburg und Genf dazu. Nach 1830 bauten 12 Kantone ihre Verfassungen nach demokratischen Gesichtspunkten aus. Die anderen Kantone (hauptsächlich die katholischen), bildeten einen separaten Bund, den Sonderbund, der 1847 militärisch niedergeschlagen wurde.

1848 bis heute

Zu jener Zeit waren in der Schweiz schon 22 Kantonen. Im 19. Jahrhundert beganntn sich die Leichtindustrie und später auch die Schwerindustrie zu entwickeln. Hochentwickelt wurde auch die Landwirtschaft und besonders die Milchwirtschaft.

Im September 1848 machte eine neue Verfassung die Schweiz zu einem Bundesstaat mit einer Zentralregierung in Bern, dem Sitz des Schweizer Bundesrats. Das Land nahm schließlich die Rechte auf „Referendum“ (1874) und „Initiative“ (1891) an. Die Neutralität und die humanitäre Gesinnung der Schweiz wurden in den Kriegen von 1870, 1914 und 1939 respektiert.

Nach 1945 erlebte die Eidgenossenschaft drei Jahrzehnte beachtlichen Wohlstands. Politisch teilten sich die Sozialisten, die radikalen Demokraten und die konservativen Christlich-Sozialen die Macht im Bundesrat. Das Wahlrecht für Frauen wurde erst 1971 angenommen. Das wichtigste Problem der Nachkriegszeit war die Autonomie des Jura. Im Juni 1974 ermöglichte eine Volksbefragung die Bildung eines 23. Kantons, des Jura (l. Januar 1979).

Heute ist die Schweiz ein hochentwickelter Industriestaat mit der hochproduktiven Landwirtschaft. Die Schweiz ist eines der führenden finanziellen Zentren der Welt. Hier gibt es Hunderte Banken und finanzielle Vertretungen.

Große Rolle im Leben des Landes spielt Tourismus. In der Schweiz sprechen die Menschen vier Sprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.

 

 

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    Дегальцева Ольга Николаевна
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