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Исследовательский проект "Тютчев в Баварии"

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МБОУ Братовщинская СОШ

Пушкинского муниципального р-на

Московской области











Исследовательская работа

на тему:

F. Tjutschew in Bayern









Работу выполнила:

Сухова Ольга Андреевна, 8 класс

Научный руководитель:

Зикеева Елена Николаевна















2016

Inhalt











Einleitung

Ich denke noch der goldnen Zeiten ...“

Ich lerne Deutsch ab 5. Klasse. Zur Zeit bin ich in der Klasse 8 und Deutsch macht mir Spaß. Ich interessiere mich gern für die Geschichte und Kultur Deutschlands. Meine Lieblingsfächer sind sowohl Deutsch als auch Literatur. Vor kurzem habe ich erfahren, dass der russische Dichter F. I. Tjutschew 22 Jahre in Deutschland lebte und nicht nur Dichter, sondern auch ein Diplomat war. Schon in der Grundschule haben wir die Gedichte von diesem Dichter auswendig gelernt. Seine Gedichte kennen alle Leute, für die die russische Sprache die Muttersprache ist. Zum Beispiel, diese Zeilen: “Ich liebe das Gewitter am Anfang Mai…”,“Der Winter zürnt nicht grundlos…

Aber deutsche Lebensperiode von F. I. Tjutschew war für mich unbekannt. Jetzt haben wir eine schöne Möglichkeit viel Neues und Interessantes im Internet, in Büchern, Zeitschriften finden. Aber ich habe noch eine glückliche Möglichkeit mehr über diesen größten Dichter erfahren, denn ich wohne in Puschkino nicht weit von dem Museum „Muranowo“. Es ist bekannt, dass uns das Lesen, die Reisen, die Ausstellungen, die Museen bilden. Ich fuhr in diese Familiengattung und erfuhr dort viel Neues. Ins Museum werden Portraits, Originalhandschriften, Bücher und persönliche Gegenstände Tjutschews , Briefe und andere Schriftstücke seiner russischen und deutschen Verwandten verwahrt, die nach seinem Tod von seiner Ehefrau, seinen Kindern und Enkeln zusammengetragen wurden. In „Muranowo“ hatte ich ein unvergessliches Treffen mit F. I. Tjuttschew, machte viel Fotos( Fotografieren ist mein Hobby) und beschloss einen Referat zum Thema „F. Tjutschew in Bayern“ zu schreiben.

Während der Arbeit an dem Projekt, haben wir viele Artikel aus Zeitschriften und Internet benutzt. Wir haben verschiedene Materialen zum diesem Thema analysiert.

In meiner Arbeit versuchte ich das Leben von F. Tjutschew in Deutschland und einen Beeinfluss Deutschlands auf russischen Dichter F. Tjutschew zu beeschreiben.

Unsere Arbeit hat sechs Kapitel:

  1. Start ins Leben

  2. München im Schicksal von Tjutschew

  3. Liebe

  4. F. Tjutschew und H. Heine

  5. Deutsche Gedichte von F. Tjutschew

  6. Gedenkstätte von F. Tjutschew

Ich hoffe darauf, dass mein Projekt interessant für meine Mitschüler wird


Kapitel I Start ins Leben

    1. Geburt und die Familie


Fjodor Iwanowitsch Tjutschew wurde am 23.November 1803 (nach dem alten Kalender) auf dem elterlichen Gut Owstug im Bezirk Brjansk im Gouvernement Orlow geboren. Er entstammte einem alten Adelsgeschlecht. Der Großvater des Dichters, der Untermajor Nikolai Andrejewitsch Tjutschew, war Adelsmarschall des Brjansker Bezirks. Der Vater des Dichters, Iwan Nikolajewitsch Tjutschew, diente als ein Aufseher in der Kanzlei im Kreml, seine Mutter Jekaterina Lwowna, eine gebürtige Tolstoi, war eine Nichte von A. M. Rimski-Korsakow, einem bedeutenden Heerführer des 18. Jahrhunderts.


1.2. Studium in Moskau

1810 kauften die Eltern des Dichters in Moskau ein Palais mit einem großen Hof und verschiedenen Gewerbebetrieben, wo sie die Wintermonate verbrachten.

Fjodor wuchs zusammen mit seinem älteren Bruder Nikolai und seiner Schwester Darja auf. Die Eltern ließen den Kindern ausgezeichneten Hausunterricht zukommen. Fjoder wurde der Liebling der Familie, und er wurde stark verwöhnt. Fjodor Tjutschews Erzieher und Lehrer für die russische Sprache war Semjon Jegorowitsch Raitsch, ein Kenner der klassischen russischen wie auch der ausländischen Dichtkunst und selbst ein Dichter. Lehrer und Schüler verband ihre gemeinsame Liebe zur Poesie. Schon in seiner Jugend begann Tjutschew Gedichte zu schreiben, und probierte sich in der poetischen Übersetzung. Das Werk des 14-jährigen Dolmetschers wurde veröffentlicht. 1817 begann Tjutschew als Gasthörer die Vorlesungen des Dichters und Kritikers Alexei Fjodorowitsch Mersljakow an der Moskauer Universität zu besuchen. Tytschew war damals 14 Jahre alt, er fuhr mit dem Lehrer in den Unterricht, und Professoren wurden die üblichen Gäste von seinen Eltern.


Im Herbst 1819 immatrikulierte sich der Dichter an der philologischen Abteilung der Moskauer Universität. Das dreijährige Lehrprogramm der Hochschule eignete sich Tjutschew innerhalb von zwei Jahren an, und am 23.November 1821, an seinem 18.Geburtstag, schloss er sein Studium erfolgreich ab. Und im Februar 1822 fuhr er bereits nach Petersburg, wo er bald darauf seinen Dienst am Staatlichen Kollegium für Auswärtige Angelegenheiten antrat.


Kapitel II. München im Schicksal von Tjutschew

Ich vergesse nie dieses/ meinem Herzen so liebe Land!/ Es dunkelte der Abend, wir waren zusammen./ Unten in der Tiefe/ Rauschte die Donau.“

22 Jahre, vom 18ten bis zu seinem 41ten Lebensjahr, verbrachte Tjutschew in Deutschland und dabei 20 in der bayerischen Hauptstadt. Hier traf er seine beiden Ehefrauen, hier wurden fünf seiner Kinder geboren. Hier lernte er die berühmten Persönlichkeiten seiner Zeit kennen, darunter Friedrich Schelling und Heinrich Heine. Hier wurde er als Dichter geformt und wuchs zum Philosophen heran, um zwei Jahrhunderte später, als ein Genie des russischen Geistes zu gelten.


2.1. Dienst an der Russischen Botschaft in München

Nach seinem Studienabschluss an der Moskauer Universität wurde Tjutschew

im Juni 1822 an die Russische Botschaft in der Haupt -und Residenzstadt

des Bayrischen Königsreichs berufen.

Dem späteren Schicksal Tjutschews gab unwillkürlich einer seiner Verwandten die Richtung, Graf Alexander Iwanowitsch Osterman-Tolstoi. Er setzte sich dafür ein, dass der junge Tjutschew als außerplanmäßiger Mitarbeiter dem russischen diplomatischen Dienst in Bayern zugeteilt wurde. Von diesem Moment an verlief sein Leben in ganz neuen Bahnen. Und Tjutschew arbeitete in der offiziellen russischen diplomatischen Mission in München. Das Leben in einem lebendigen kulturellen Zentrum hatte einen riesigen Einfluss auf seine geistige Welt.

In reifem Alter schrieb Tjutschew einmal seinen Eltern: «Es musste wohl so sein, dass mein Schicksal sich mit der unversehrten Ostermanschen Hand ausgerüstet hatte, um mich so weit weg von Euch zu verschlagen!»

Auf dem Bock der Ostermanschen Kutsche fuhr auch Tjutschews Leibknecht, man könnte auch sagen «Kindermann», Nikolai Afanassjewitsch Chlopow nach München mit.

«In München blieb der Alte allen russischen Geflogenheiten treu und schuf sich in der deutschen Wohnung Tjutschews ein gemütliches russisches Eckchen mit Ikonen und Lampaden», berichtete der Tjutschews Bibliogrape I. S. Axakow. «Er übernahm es, den Haushalt des jungen Diplomaten zu führen, deckte eigenhändig den Tisch und servierte ihm wie auch zuweilen seinen ausländischen Freunden rassische Gerichte». Die Enkel des Dichters erinnerten sich daran, wie in der Familie erzählt wurde, dass ein ganzer Sack Buchweizengrütze aus Russland nach München geschickt wurde. I. S. Axakow meinte, dass Chlopow einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf seinen Zögling ausübte.

Das Bayern spielte damals keine wichtige Rolle im internationalen politischen Leben, deshalb hatte Tjutschews Mission fast keine echten diplomatischen Aufgaben. Sie hatte eher Informationsfunktionen. Ehrlich gesagt erfüllte Tjutschew nicht so oft Anleitungen von Botschafter. Aber dieses Dienst spielte doch eine wichtige Rolle für zukünftige diplomatische Kariere des jungen Mannes. Der damalige Leiter der russischen Mission, Graf Iwan Woronzow-Daschkow, schrieb einen Monat später an den russischen Außenminister, Karl Nesselrode: „ Der neuer Attaché in meiner Mission, Herr Fjodor Tjutschew, ist gerade angekommen. Trotz des mangelnden Arbeitsumfanges werde ich versuchen, dafür zu sorgen, dass er seine Zeit, die in diesem Alter so wertvoll ist, nicht nutzlos verbringt“.

Im Juni 1833 erhielt F. Tjutschew den Titel von Kammerherr.

Ende 1837 bis Mitte 1838 war Tjutschew für Russland in Turin tätig. Für die verbotene Reise in die Schweiz (wegen der Trauung mit der zweiten Frau Ernestine) wurde Tjuttchew aus dem Dienst entlassen und beraubt seinen Titel von Kammerherr. Im Herbst 1839 wohnte Tjutschew erneut, diesmal als Privatperson und nicht dienstlich, in seiner Lieblingsstadt München. 1844fasste er, unterstützt von seiner Frau, den Entschluss, Westeuropa zu verlassen und nach Russland heimzukehren.

Tjutschew wurde 1844 der Person des Reichskanzlers attachiert und erhielt 1857 das Präsidium des Komitees für auswärtige Zensur in Petersburg übertragen und hatte Möglichkeit die russische Botschaft auf der Straße Unter den Linden in Berlin zu besuchen.

2.2. “Bürger des deutschen Athens”.

Tjutschew lebte größtenteils während der Regierungszeit König Ludwigs I. in München. Der aufgeklärte Monarch wollte aus seiner Hauptstadt ein deutsches

Athen,ein Zentrum der Wissenschaften und Künste machen. In München waren unter Ludwig I.  solch hervorragende Künstler und Architekten wie Leo von Klenze, Peter von Cornelius, Wilhelm von Kaulbach, Julius Schnorr von Carolsfeld, Moritz von Schwind, Josef Stieler und viele andere tätig. Berühmte Gelehrte wurden an die Münchner Universität eingeladen. München war zu dieser Zeit zu den geistigen Zentren Deutschlands gehörte und sich eines reichen intellektuellen und künstlerischen Lebens rühmte. Aus Erinnerungen I.Gagarins: «München war für ihn der Mittelpunkt Europas, oder genauer gesagt eine Art Loge, von der aus er Europa betrachten konnte».

Fjodor Tjutschew wurde schnell zu einem ebenbürtigen «Bürger des deutschen Athens». F. Tjutschew war mit vielen der Gelehrten bekannt, traf sich häufig mit Schelling und diskutierte viel mit ihm. Der damals schon allseits anerkannte Philosoph äußerte sich seinem Studenten Iwan Kirejewski gegenüber über Tjutschew wie folgt: «Das ist ein sehr ausgezeichneter Mensch, ein sehr unterrichteter Mensch, mit dem man sich immer gerne unterhält».

«Weder Reichtum noch Auszeichnungen, nicht einmal Ruhm konnten ihn verführen. Den tiefsten, innigsten Gefallen fand er daran, dem Schauspiel zuzuschauen, das die Welt bietet, aufmerksam und mit unermüdlicher Neugierde ihre Wechselhaftigkeit zu beobachten und seine Eindrücke mit seinen Mitmenschen zu teilen», so beschrieb Fürst Iwan Sergejewitsch Gagarin den dreißigjährigen Tjutschew.



Kapitel 3. Liebe

Für alle seine Talente – poetischen, sprachlichen, diplomatischen machte Tjutschew keine ernste Karriere in Deutschland. Das ist nicht erstaunlich. Es gab einen Grund, die später sein Sohn gestellt wurde, “Fedor in seiner glänzenden Karriere verhaftet.” Dieser Grund – wir zitieren weiter: “war die Anbetung der Frauen.”

3.1. Amalia Shternfeld

Schon bei der Ankunft in München verliebte sich der 19-jährige Offizier der russischen Mission in 14-jährige Amalia Shternfeld. Amalie zeigte ihrem russischen Freund die schöne grüne Stadt München, machte mit ihm längere Ausflüge an die Donau. Eines Tages tauschten die Verliebten ihre Halsketten aus. Sie war die uneheliche Tochter des Grafen Lerhenfeld und trug den Namen seines entfernten Verwandten. Ein Jahr später, nachdem die jungen Leute miteinander in Liebe gestanden und schworen heiraten, so bald wie Amalia Erwachsenenalter erreicht, sie hatte das Recht, die Gräfin von Lerhenfeld nennen. Das bedeutete den Zusammenbruch aller Träume. Für die Amalias Eltern Tjutschew, war völlig inakzeptabel, als Schwiegersohn. Trotz ihrer zarten Gefühle für Fjodor sollte Amalie einen anderen russischen Diplomaten, den um 22 Jahre älteren Baron Alexander Krüdener heiraten. Der junge Dichter war verzweifelt. Der Familienlegende nach wäre es fast zu einem Duell gekommen. Mit schwerem Herzen verließ Fjodor das „geliebte Land“ Bayern. Von der Liebesbeziehung der beiden, die sie miteinander begannen, zeugen Gedichte Tjuttschews wie „Tränen „ das am Tage einer Verabredung der beiden entstand und höchstwahrscheinlich Amalie gewidmet ist.

Er kehrte jedoch 1826 auf seinen Posten in München zurück. Nachdem Tjuttschew selbst verheiratet war, wurde er mit Alexander Krüdener Familienfreunde.

1836 bekam Baron Krüdener einen diplomatischen Dienst in Russland und zog nach St. Petersburg mit seiner Frau um. Im Gepäck war ein Buch mit Gedichten von Tjutschew, die für A.S.Puschkin waren. Später veröffentlichten einige von denen in der Zeitschrift “Zeitgenosse” unter dem Titel “Poems, aus Deutschland geschickt“. Die Liebesgeschichte setzte zwischen Fjodor Iwanowitsch Tjutschew und Amalia Krüdenersetzte fort. Im Jahre 1844 kehrte Tjutschew nach Russland zurück. Nachdem Tjutschew aus dem diplomatischen Dienst entlassen wurde, war er ein Ausgestoßener in irgendeiner Weise – keine Beziehung, keine gute gebürtige Verwandten. Und gerade Amalia führte ihn in das höchste Licht. Sie glänzte in St. Petersburg. Obwohl sie im Alter von vierzig Jahren wurde, war Amalia immer noch sehr hübsch. Sie faszinierte sogar der Kaiser Nikolaus der Erste. Amalia vermittelte für den Dichter an den Chef der Polizei, allmächtigen Benckendorff. Tjuttchew erzählte in einem Brief: “Benkendorf war ungewöhnlich freundlich mit mir – vor allem, wegen Frau Krüdener.” Am Ende nahm der Kaiser den Dichter, und er war nicht nur wiederhergestellt, sondern wurde auch an das Büro des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten gefördert. Dann gingen die Wege von Amalia und Tjutschew weg, und sie trafen sich nur in einem Viertel Jahrhunderts. Tjutschew wurde 66 Jahre alt und Amalia war auch im gleichen Alter, aber wie er schrieb: “Und Sie sind das Gleiche in Ihrem Charme, und das gleiche Liebe in meiner Seele ..”

Ich sah Sie und mein Herz erwachte,

Das lang versunken war in Harm.

Wenn ich der goldnen Zeit gedachte,

Dann wurd's in meinem Herzen warm.

Dieses Gedicht wurde später vertont und gilt bis heute als eine der populärsten russischen Romanzen.

Amalie blieb für Tjutschew eine zuverlässige Freundin und unterstützte ihn ein Leben lang.

3.2. Eleonore Peterson, geborene Gräfin Bothmer, die erste Frau von Fjoder Tjutschew

Nach seiner Rückkehr aus Russland schließt der 22 jährige Fjodor Tjutschew (1826) den Bund fürs Leben mit einer 25 jährigen Witwe, Mutter von drei kleinen Söhnen, Eleonore Peterson, einer geborenen Gräfin Bothmer. Sie war 3 Jahre älter als Tjutschew. Nelli, wie Tjutschew sie nannte, war der Spross einer der bekanntesten aristokratischen Familien Bayerns. Eine Münchner Straße im Stadtteil Neuhausen trägt den Namen ihres jüngeren Bruders, Generalleutnant Maximilian Graf von Bothmer. Im Jahre 1829 wurden sie in der griechisch-orthodoxen Kirche in München getraut. Eleonore hatte schon vier Söhne von der ersten Ehe. Mit Tjutschew hatte sie drei Töchter (Anna, Darja, und Katharina).

Dank Eleonores Beziehungen zum bayrischen Adel, führte das Ehepaar Tjutschew ein glänzendes Gesellschaftsleben. Der Salon von bayerischen Aristokratin, Gräfin Botmer wurde ein Zentrum des geistigen Lebens. Tjutschew brillierte in der geistreichen Kommunikation der Salons.

Die junge Familie Tjutschew war nicht wohlhabend, obwohl Eleonore eine sparsame Hausfrau und eine gute Gattin war. In praktischen, existentiellen Fragen war Fjodor Iwanowitsch völlig hilflos. Eleonore musste sich um ihn wie um ein kleines Kind kümmern. Bei der Planung ihrer Reise nach Russland schrieb sie Fjodors Mutter : „Ich muss gestehen, dass seine Anwesenheit die Beschwerlichkeiten der Reise ganz und gar nicht erleichtert. Ich ziehe es vor, mit drei Säuglingen zu reisen als mit einem Theodor.“ Sie umgab ihren Mann mit Fürsorge und verzichtete seinetwegen auf ihre Kinder aus erster Ehe: drei kleine Söhne, die zur Erziehung nach Petersburg geschickt wurden. Karl, Otto und Alfred Peterson wurden an der Kadettenschule der Marine in Petersburg ausgebildet und dienten im russischen diplomatischen Dienst und in der Armee.

Sie hatte gute Beziehungen zu ihren russischen Verwandten. Eleonore schrieb Briefe an die Eltern und den Bruder Tjutschews. Sie erzählte von beständigen Sorgen um die finanzielle Lage ihrer Familie und nach einer gewissen Zeit auch um die seelische Verfassung ihres «Theodors». «Man muss ihn so kennen, wie ich ihn kenne», schrieb sie 1833 an Nikolai Iwanowitsch Tjutschew”… mit diesen Worten ihre möchte Eleonore sagen, dass sie den Charakter ihres Mannes auf besondere Weise verstand.

Im Jahre 1833 verliebte sich F. Tjutschew in Ernestine von Dörnberg. Er war selbst nicht imstande, den Familienkonflikt zu lösen. Er befand sich zwischen zwei starken Frauen, die ihn beide liebten. Er schätzte und ehrte die Ergebenheit Eleonores, und später erinnerte er sich zärtlich an sie: “Sie war für mich das Leben… Ich hielt sie für so notwendig für meine Exsistenz…“

Die einzige Möglichkeit, das Familienglück zu bewahren, sah Eleonore in der Flucht aus München. Auch Fjodor Iwanowitsch war froh, dieser zweideutigen und bedrückenden Situation zu entfliehen. Bis zum Frühjahr 1837 blieben seine Versuche, einen Urlaub zu bekommen, erfolglos. Im Mai 1837 trat er mit Eleonore und den Kindern endlich eine langersehnte Reise nach Russland an. In Petersburg bekam F. Tjutschew einen neuen Posten: er wurde zum ersten Sekretär der russischen Gesandschaft in Turin ernannt.

Eleonore verbrachte mit den drei kleinen Mädchen in Russland den Winter.

Auf dem Schiff „Nikolai I“, auf dem Eleonore mit den Kindern aus Russland zurückkehrte, entstand in der Nacht vom 16. Auf 19. Mai 1838 ein Brand, Eleonore rettete die Kinder aus den Flammen. Tjutschew schrieb daraufhin seinen Eltern: “Man kann offen und ehrlich sagen, dass die Kinder ihrer Mutter ihr Leben doppelt zu verdanken haben“. Die Gesundheit von Eleonore wurde von einer Unglück auf dem Schiff und der schwierigen Lebenssituation der letzten Jahren zerstört. Am 9. September 1838 starb sie in Turin. Tjutschew saß wie gelähmt die ganze Nacht an ihrem Sarg. Die Folgen dieses nicht geheilten seelischen Traumas werden ihm viele Jahre lang keine Ruhe lassen.

1848, am zehnjährigen Todestag seiner Frau, widmete Tjutschew ihr zur Erinnerung folgendes Gedicht:

Noch drängts mich zu dir mit Verlangen,

Noch ist die Sehnsucht nicht gestillt,

Vom Dämmer der Erinnerung umfangen,

Liebe ich immer noch dein Bild.

Dein liebes Bild, mir unverlierbar,

Steht vor mir hier und immerdar,

Steht unerreichbar, unversehrbar —

Wie in der Nacht ein Stern so klar...


Nach dem Tod ihrer Mutter wurden Anna, Darja und Kathrina von Clotilde Gräfin von Bothmer ( sie war ihre Tante und hatte keine eigener Kinder) in München betreut.

Eleonore begeisterte seinen Mann, aber trotz schwerere Opfer von Eleonores Seite, war ihr das Glück geistiger Vereinigung mit ihrem Mann nicht beschieden. Die innere Welt Tjutschews blieb für sie unzugänglich. Eleonore beherrschte weder die russische Sprache, noch die Tiefe und Größe von Tjutschews Talent.

3.3. Ernestine von Dörnberg

Im Januar 1833 kamen aus Regensburg Ernestine von Dörnberg, geborene Pfeffel, und ihr Mann, Johann Friedrich Freiherr von Dörnberg, Kammerherr am bayerischen Hof, nach München zum Fasching. Die junge Baronin war hübsch und konnte herrlich tanzen, deshalb sie auch auf die kleinen Bälle Ludwigs I. eingeladen wurde. Ein Ball war verhängnisvoll. An diesem Ball fühlte sich Ernestines Mann unwohl, er beschloss, frühzeitig ohne seine Frau den Ball zu verlassen. Er wandte sich an den russischen Diplomaten, mit dem sich die Baronin gerade unterhielt, und sprach folgende Worte zu ihm: «Ich vertraue Ihnen meine Frau an». Wenige Tage darauf starb Baron Dörnberg an Typhus.

Über die ersten Jahre der Bekanntschaft zwischen Ernestine von Dörnberg und Fjodor Tjutschew ist fast nichts bekannt. Ernestine vernichtete später ihren Briefwechsel aus dieser Zeit. Doch Tjutschews Gedichte legen ein lyrisches Zeugnis dieser Liebesaffaire ab.

Nach dem Tod ihres Vaters Ende des Jahres 1834 kehrte Ernestine aus Paris nach München zurück. In zwei verschiedenen, vermutlich aus dem Jahre 1835stammenden Gedichten wendet sich der Dichter mal verzweifelt, mal begeistert an sie:



In deinen Augen, da ist kein Gefühl,

in deinen Worten keine Wahrheit

und keine Seele ist in dir.

---

Ich liebe deiner Augen Schimmer,

Den Zauber ihrer Flammenspiele,



Ende 1837, als Eleonore sich mit den Kindern in Petersburg befand, trafen sich Tjutschew und Ernestine in Genua in der Absicht, sich ein letztes Lebewohl zu sagen:

Lebwohl... Vielleicht nach manchem Jahr,

Denkst du erbebend noch des Strandes,

Des hellen Mittags und des Landes,

Wo ewig Glanz und lang die Blüte war,

Wo im Dezember du noch späte Rosen fandest

Und wo ihr Hauch noch milde Luft gebar.

Als Titel des Gedichts steht das Abschiedsdatum: „1. Dezember 1837“

Im April 1838, bevor Eleonore mit den Kindern aus Petersburg zurückkehrte, trafen sich Tjutschew und Ernestine jedoch erneut, diesmal in Genf.

Das Schicksal sollte die beiden jedoch nicht auf lange Zeit hin trennen... Zehn Monate nach dem Tod Eleonores wurden Tjutschew und Ernestine in Bern getraut. Für das Tempo, in dem der Dichter auf die neue Ehe zusteuerte, hatte er allerdings mit dem Ende seiner diplomatischen Karriere zu zahlen. Seit 1839 wohnte Tjutschew in München als Privatperson. Dort kamen zur Welt seine Tochter Maria und sein Sohn Dmitri.

1844 verlass die Tjutschews Familie Deutschland..

Ernestine gab sich Mühe, das ihr neue Land zu verstehen und zu lieben. Sie erlernte die russische Sprache, um die russischen Gedichte ihres Mannes zu verstehen. 1848 reiste zum ersten Mal die ganze Familie für den Sommer auf das Tjutschewsche Gut Owstug. Hier fand Tjutschew zurück zu seiner poetischen Eingebungskraft, die nach dem Tod seiner ersten Frau Eleonore fast gänzlich versiegt war. Vermutlich entstand in Owstug folgendes, sicher an Ernestine gerichtetes Gedicht, in dem ihre «Augen» und ihre «Blicke» die «Fröste der kimmer'sehen Nacht» verscheuchen:

Wieder seh ich deine Augen,

Glänzend wie des Südens Macht,

und vor deinen Blicken tauen

Fröste der kimmer'schen Nacht...

1851 schrieb ihr der Dichter. «Es gibt auf dieser Welt kein klügeres Wesen als Dich ... Ich habe niemanden, mit dem ich reden kann... ich, der ich mit allen rede». Etwa fünfhundert Briefe Tjutschews an Ernestine sind erhalten geblieben. Dieses wertvolle Material vermittelt nicht nur ein Bild der Gefühlswelt des Dichters, sondern auch seiner angespannten geistigen Arbeit. Ernestina Fjodorowna, wie man sie in Russland zu nennen pflegte, blieb dem Dichter bis ans Ende seiner Tage eine treue und verständnisvolle Freundin.

Kapitel 4. F. Tjutschew und H. Heine

4.1. Anfang der Freundschaft

Groβe Rolle spielte im Leben von Tjutschew seine Freundschaft mit H. Heine, der im November 1827 nach München kam. Von 1827 bis 1828 blieb H. Heine in München, während er auf das Gewähren des Katheders der Literatur an der Münchner Universität wartete. Zwischen zwei Dichtern entstand nämlich in dieser Periode eine enge Freundschaft.

Am l. April 1828 schrieb Heine an seinen Freund Varnhagen von Ense: «Apropos! Kennen Sie die Töchter des Grafen Bodmer ...? Eine derselben, schon nicht mehr ganz jung aber unendlich reizend und heimlich vermählt mit meinem liebsten Freunde hier, einem jungen russischen Diplomaten Nahmens Tutscheff, und die noch sehr junge, wunderschöne Schwester derselben .... Diese beiden, mein Freund Tutschef und ich essen oft, partie carreé, des Mittags zusammen, ...». 

Diese Freundschaft hatte später eine Fortsetzung im Briefwechsel und Treffen der beiden Dichter. „Mein bester Freund in München“ - nennt ihn in einem Brief Heinrich Heine.

Am 1. April 1828 schreibt Heine an seinen Freund Karl August Varnhagen von Ense nach Berlin von seinem "liebsten Freunde hier, einem jungen russischen Diplomaten namens Tjutschew". Tjutschew hat als erster russischer Dichter Heine schon zu Lebzeiten ins Russische übertragen und hat damit die bedeutend Heine.
Der Vortrag versucht aufzuzeigen, wie es zu der Bekanntschaft zwischen Heine und Tjutschew kam, welche poetischen Früchte sie trug und wie sie sich auf das Werk der beiden Männer auswirkte.

4.2. H. Heine in Tjutschews Poesie.

Persönliche Freundschaft und poetische Beziehung verbanden Tjutschew mit Heine. F. Tjutschew interessierte sich schon seit der Jugend für Dichtung von H. Heine. F. Tjutschew und H. Heine wurden nicnt nur mit Freundschafft, sondern mit der poetischen Verwandschaft verbunden. F. Tjutschew übersetzte ins Russische viele Gedichte von H. Heine. In seinen Werken können wir Umschreibungen, Variationen und direkte Zitate aus Heines Werken. F. Tjutschew war der erste, der den russischen Leser mit H. Heine bekanntmachte. Im Almanach“Sewernaja Lira” wurde im Jahre 1827 das bekannte Gedicht “Ein Fichtenbaum steht einsam…” veröffentlicht. Ehrlich gesagt die Übersetzungsvariante von M. Lermotow war erfolgreicher, aber F. Tjutschew als der erste.

Dankbar dem Fjodor Iwanowitsch wurde das Gedicht “Ein Fichtenbaum steht einsam” im Almanach “Sewernaja Lira” gedruckt.

Heinrich Heine.

H. Heine

Übersetzung von Tjutschew:


Ein Fichtenbaum steht einsam”

Ein Fichtenbaum steht einsam

Im Norden auf kahler Höh';

Ihn schläfert; mit weißer Decke

Umhüllen ihn Eis und Schnee.

Er träumt von einer Palme,

Die, fern im Morgenland,

Einsam und schweigend trauert

Auf brennender Felsenwand.

На севере мрачном, на дикой скале

Кедр одинокий под снегом белеет,

И сладко заснул он в инистой мгле,

И сон его вьюга лелеет.

Про юную пальму все снится ему,

Что в дальных пределах Востока,

Под пламенным небом, на знойном холму

Стоит и цветёт одиноко…




Man kann die Übersetzung von Tjutschew mit dem Gedicht von H.Heine vergleichen. Erstens das Gedicht von F. Tjutschew hat einen Titel, sondern H. Heines Gedicht ist unbetitelt. Mit dem Titel wollte F. Tjutschew das Thema “ Trennung mit Heimat” übergeben. Der Rhythmus der beiden Gedichte ist gleich. Beide Autoren sprechen über Sehnsucht und Einsamkeit. Der russische Autor versucht zur Genauigkeit der Übertragung von lyrischen Bildern. Tjutschews Übersetzung ist nah an den originalen Text. Aber man kann leicht feststellen, dass Tjutschevs Gedicht mehr Epitheta als das Original hat. Und noch ein Unterschied H. Heine beschreibt einen Fichtenbaum und F. Tjutschew schildert einen Zeder.

Im erstem Band von H. Heines „Salon” wurde 1834 eine lyrische Trilogie „ In der Fremde“ eingedruckt. Das erste Gedicht in diesem Band war „ Es treibt dich fort…Wollen wir dieses Gedicht mit dem Werk von F. Tjutschew „Durch die Länge und Breite” vergleichen.

Bei H. Heine:

Bei F. Tjutschew:

Es treibt dich fort von Ort zu Ort,

Du wisst nicht mal warum;

Im Winde klingt ein sanftes Wort,

Schaust dich verwundert um.

Die Liebe, die dahinten blieb,

Sie ruft dich sanft zurück:

"O komm zurück, ich hab'dich lieb,

Du bist mein einz'ges Glück!"

Doch weiter, weiter, sonder Rast,

Du darfst nicht stillestehn;

Was du so sehr geliebet hast

Sollst du nicht wiedersehn.

Из края в край из града в град

Судьба, как вихрь, люден метет,

И рад ли ты, или не рад,

Что нужды ей?.. Вперед, вперед!

Знакомый звук нам ветр принес:

Любви последнее прости...

За нами много, много слез,

Туман, безвестность впереди!..

"О, оглянися, о, постой,

Куда бежать, зачем бежать?..

Любовь осталась за тобой,

Где ж в мире лучшего сыскать?


Hier können wir sowie ähnliche Themen, als auch Klingelbesonderheiten beobachten.

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H.Heine

F. Tjutschew

Es treibt dich fort

Из края в край

von Ort zu Ort

из града в град,

Die Leibe, die dahinten blieb

Все милое душе твоей

Im Winde klingt ein sanftes Wort

Знакомый звук нам ветр принес



F. Tjutschew wählte als Übersetzungen von H.Heine nicht jene Gedichte, die für ihn nah waren, sondern solche, die H. Heine charakterisierten. Dazu gehören die Gedichte von H. Heine „Lieb sie sollst du mir sagen“, „In welche soll ich mich verlieben“

Insgesamt übersetzte Tjutschew etwa zehn Gedichte Heines, und in seiner eigenen Lyrik ist ein gewisser Einfluss der Bilder und Themen des deutschen Dichters nachweisbar.

Kapitel 5. Deutsche Gedichte von F. Tjutschew

In München studiert F. Tjutschew romantische Poesie, deutsche Philosofie und reist durch Bayern und bewundert ihre Natur und die Alpen und Donau. Insgesammt schuf der Dichter in Deutschland etwa 128 Werke. Kunst des Dichters ist erstaunlich. Hauptvorteil der Gedichte von Fjodor Iwanowitsch ist eine lebendige, treue Schilderung der Natur. Er liebte sie stark, verstand sie gut. Tjutschew inspirierte Natur, belebte sie, in seinen Gedichten ist die Natur lebendig und humanisiert.

F. Tjutschew schreibt das Gedicht“ Wo das Gebirge, weit geschwunden…“

Wo das Gebirge, weit geschwungen...



Wo das Gebirge, weit geschwungen,

In lichten Fernen sich verliert

Und wo die Donau, viel besungen,

Den ewigen Strom vorüberführt.

Da sah man einst, in alten Zeiten,

So heißt’s, in dunkelblauer Nacht

Die Feen übers Wasser gleiten

Und fuhren ihren Reigen sacht.

Der Mond belauscht der Wellen Lieder,

Indes die Ritterburgen schaun

Von ihren steilen Hängen nieder

Zu ihnen hin mit süßen Graun…


Im goldenen Fonds der russischen Literatur und in den Schulbüchern stehen solche Meisterwerke von Tjutschew “ Maigewitter “ und “Der Winter zörnt nicht grundlos..“ Beide Gedichte wurden in Bayern geschrieben und diese wunderschönen Naturskizzen hat der Dichter nicht bei Moskau oder Petersburg, sondern bei München, in Bayern verfasst. Und das Gewitter am Anfang Mai – Bayerische Gewitter und der Winter – Bayerische Winter …

Maigewitter

Wie lieb' ich dich, o Maigewitter, 
Wenn durch den blauen Wolkenspalt 
Wie scherzend unter Blitzgezitter 
Der erste Lenzesdonner hällt!

.

Der Winter zürnt nicht grundlos,
Denn seine Zeit ist aus –
Der Frühling klopft ans Fenster,
Treibt ihn zum Hof hinaus.


Die Hexe ist dabei eine Heldin aus der Münchener Fasching. 1829-1830 veröffentlichte Tjutschew mehrere ausgezeichnete Gedichte, und im Jahre 1833 erschiente sein bemerkenswertes “Silentium”. Dieses Gedicht wurde erst viel später an seinen wahren Wert geschätzt. Über diesem philosophischen Werk weinte später Leo Tolstoj.

Hier, in den 1836–1840 Jahren erschienen etwa 40 Gedichte von Tjutschew unter dem allgemeinen Titel “Gedichte aus Deutschland.

F. Tjutschew war auch als Übersetzer bekannt. Zu dieser Zeit übersetzte er z. B. „An die Freude“ von F. Schiller. Er übersetzte die Gedichte von J.W. Goethe und Auszüge aus „Faust“. F. Tjutschew schätzte hoch den größten deutschen Dichter. Darüber sagt das Gedicht, das er nach dem Goethes Tod geschrieben hat. In seinem Gedicht benutzte F. Tjutschew eine einzige breit ausgemalte Metapher: Goethe, das schönste Blatt am Menschheitsbäume. 

Kapitel VI. Gedenkstätte von F. Tjutschew in Deutschland

    1. Hier befand sich F. Tjutschew 1822-1844

 

1822-1828 - München, Herzogspitalstrasse, 1139; (später – 12);

1829 -, München ,Ottostrasse, 248( später – 4);

1830 - München,Karolinenplatz, 1

Jiuni-Juli1838 - München, Briennerstrasse, 4 Ганштейн), Wittelbacherplatz, 2 

September 1839 - München,Briennerstrasse, 18;

Februar 1840 - Ottostrasse, 250 (später - 6);

Seit 15. Oktober 1840 - Karlstrasse, 54/1;

Seit 27. Oktober 1842-1844 - Ludwigstrasse, 7

6.2. Gedenkstätte von F. Tjutschew in Deutschland

  • Zentrum russischer Kultur in München

  • Denkmal von F. Tjutschew in München. Zum 200. Geburtstag im Dezember 2003 wurde im Münchner Finanzgarten ein bronzenes Denkmal Tjutschews vom bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und dem russischen Außenminister Iwanow enthüllt.

  • Die alte katholische Kirche des Heiligen Salvator, erbaut im Jahr 1494. Hier wurden F. Tjutschew und Eleonore Peterson im Januar 1829 getaucht. Alle Kinder Tjutschews, die in München auf die Welt kamen, sind auch in der orthodoxen Salvatorkirche getauft worden.

  • Das Gebäude der russischen Mission, das den jungen Diplomaten 1822 aufnahm, lag in der Herzogspitalstraße. Heute hat es die Hausnummer 12. Dank der Initiative von MIR e.V., wurde im Juli 1999, im Rahmen der ersten offiziellen „Moskauer Tage in Bayern“, an diesem Gebäude eine Gedenktafel (Bildhauer I.N. Nowikow, Architekt A.K. Tichonow) für Fjodor Tjutschew durch den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber und den Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow feierlich enthüllt.

Abschluss

Dieses Projekt ist ein Resultat unserer Forschung. In unserem Referat wurde die große Erforschungsarbeit durchgeführt. Wir haben dabei viel Information erfahren, viele Bücher gelesen und im Internet gesurft, ein Museum in Muranowo besucht, in dem ich viele Fotos gemacht habe. Das war sehr interessant und lehrreich. Das Schaffen des berühmten russischen Dichters F. Tjutschew hat eine große Bedeutung für die Weltliteratur. Meiner Meinung nach ist uns gelang eine schöne Seite seines Lebensweges in Deutschland zu eröffnen. In der ersten Linie wollten wir Tjutschew nicht nur als Diplomaten, sondern als Dichter und als einen einsamen und ungewöhnlichen Mann mit seinen Gefühlen schildern. Ich hatte Wunsch in meiner Arbeit sein Leben in München zu beschreiben und seine Beziehungen mit den Menschen. zu zeigen und ein wenig sein deutsches Schaffen zu analysieren. Also es ist klar, dass in Deutschland Tjutschew als Dichter geformt wurde, wuchs zum Philosophen heran, um zwei Jahrhunderte später, als ein Genie des russischen Geistes zu gelten.

Zum Schluss möchte ich sagen, dass ich Glück hatte, die deutsche Periode des bekannten russischen Dichters für mich zu entdecken. Die deutsche Sprache half mir dabei. Und das ist toll!


BIBLIOGRAPHIE

  1. Е.Schuman, W. Fradkin „Deutsche Welle“

  2. Фёдор Иванович Тютчев. Литературное наследство / М. 1989. Т.97. Кн.2. С.129.

  3. Dolgopolowa, S.А.. „Russische Dichter Fjoder Tjutschew“ Museum „ Muranowo“1999. С.25.

  4. Тютчев, Ф.И. Полное собрание стихотворений / Вступ. ст. Н.Берковского. Сост., подг. текста и прим. А.Николаева. Л. 1987.

  5. Фёдор Иванович Тютчев. Литературное наследство / М. 1988. Т.97. Кн.1. С.567.

6. Тютчев Ф.И. «Как сердцу высказать себя…» = «Wie schwer spricht doch ein Herz von sich…»: избранная поэзия = Ausgewählte Gedichte (на русском языке с параллельным переводом на немецкий язык)/Ф.И. Тютчев = Fjodor Tjutschew (составители Н.И. Лопатина, А.О. Филиппов) – М.: Вагриус, 2008.


7. Eine Freundschaft in Bayern MIR- Kalender 2006 Heinrich Heine und Fjoder Tjutschew Zweisprachig ISBN3-9805300-6X

8. http://ru.wikipedia.org/wiki

9.http://lit-helper.ru/p_Hudojestvennii_mir_Tyutcheva_F_I

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11. wikipedia.de


ANCHANG








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Tjtschews Mutter: E. L. Tjutschewa Tjutschews Vater: I. N. Tjutschew



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Der junge Diplomat F. Tjutschew




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Amalia Shternfeld

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Eleonore Peterson (Bothmer), die erste Frau Tjutschews

hello_html_m1a6dadbe.jpgEleonore Peterson mit den Kindern

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Die Kinder von F. Tjutschew und Eleonore Peterson



hello_html_158ab8ae.jpgErnestine von Dörnberg, die zweite Frau von F. Tjutschew

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  • Salvatorkirche in München.Hier wurden F. Tjutschew und Eleonore Peterson im Januar 1829 getaucht. Alle Kinder Tjutschews, die in München auf die Welt kamen, sind auch in der orthodoxen Salvatorkirche getauft worden.

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H. Heine und F. Tjutschew

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Das Haus, in dem sich H. Heine und F. Tjutschew meistens trafen







hello_html_m326905b.jpgDas Gebäude der Russischen Misson Herzogspitalstraße 12


















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Eine Gedenktafel am Gebäude der russischen Misson






Muranowo

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Muranowo. Hier wurden Portraits, Originalhandschriften, Bücher und persönliche Gegenstände Tjutschews, Briefe und andere Schriftstücke seiner russischen und deutschen Verwandten verwahrt, die nach seinem Tod von seiner Ehefrau, seinen Kindern und Enkeln zusammengetragen wurden.

















2005




























































































Общая информация

Номер материала: ДБ-119532

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