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Сборник стихов немецких поэтов

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Johann Wolfgang von Goethe

Heidenröslein (J. W. Goethe)

Sah ein Knab ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden,
War so jung und morgenschön,
Lief er schnell,es nah zu sehn,
Sah`s mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.


Knabe sprach: ”Ich breche dich,
Röslein auf der Heiden?”
Röslein sprach: ”Ich steche dich,
Dass du ewig denkst an mich,
Und ich will`s nicht leiden?”
Röslein, Röslein, Röslein rot
Röslein auf der Heiden.


Und der wilde Knabe brach
`s Röslein auf der Heiden;
Röslein wehrte sich und stаch,
Half ihm doch kein Weh und Ach,
Musst es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.


Дикая роза (Д. Усов)

Мальчик розу увидал,
Розу в чистом поле,
К ней он близко подбежал,
Аромат её впивал,
Любовался вволю
Роза, роза алый цвет,
Роза в чистом поле.


“Роза, я сломлю тебя,
Роза в чистом поле!”
“Мальчик, уколю тебя,
Чтобы помнил ты меня!
Не стерплю я боли.
Роза, роза алый цвет,
Роза в чистом поле.


Он сорвал, забывший страх,
Розу в чистом поле.
Кровь алела на шипах,
Но она – увы и ах! –
Не спаслась от боли
Роза, роза алый цвет,
Роза в чистом поле!

Meeresstille (J. W. Goethe)

Tiefe Stille herrscht im Wasser,
Ohne Regung ruht das Meer,
Und bekümmert sieht der Schiffer
Glatte Flache ringsumher.


Keine Luft von keiner Seite!
Todesstille fürchterlich!
In den ungeheuren Weite
Reget keine Welle sich.


Штиль над морем (С. Шервинский)

Штиль глубокий над водою,
Неподвижно море спит,
И с заботой мрачной кормщик
На немую гладь глядит.


Ни струи! Ни дуновенья!
Ужас мертвой тишины.
Над громадой без движенья,
Ни единой нет волны.

J. W. Goethe

Über allen Gipfeln
Ist Ruh’,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch
Die Vöglein schwiegen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.


М. Лермонтов

Горные вершины
Спят во тьме ночной;
Тихие долины

Полны свежей мглой;
Не пылит дорога,
Не дрожат листы…
Подожди немного
Отдохнешь и ты!

Lesebuch(J.W.v.Goethe) «Книга для чтения»

Wunderlichstes Buch der Bücher

ist das Buch der Liebe,

Aufmerksam hab' ich's gelesen:

Wenig Blätter Freuden,

ganze Hefte Leiden,

einen Abschnitt macht die Trennung

Wiedersehn! Ein klein Kapitel

fragmentarisch. Bände Kummers,

mit Erklärungen verlängert,

endloss, ohne Mass.





Fausts Monolog (J. W. Goethe)

Ja, diesem Sinn bin ich ganz ergeben,
dass ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
der täglich sie erobern muss!

…….. ……

Solch ein Gewimmel möcht ich sehn,
auf freiem Grund mit freiem Volke stehn!
Zum Augenblicke dürft` ich sagen:
Verweite doch, du bist so schön!

……….
Im Vorgefühl von solchem hohen Gluck
geniess ich jetzt den höchsten Augenblick.


Монолог Фауста (Б. Пастернак)

Вот мысль, которой весь я предан,
Итог всего, что ум скопил.
Лишь тот, кем бой за жизнь изведан
Жизнь и свободу заслужил.
…….. ……
Народ свободный на земле свободной
Увидеть я б хотел в такие дни.
Тогда бы мог воскликнуть я:
“Мгновенье!
О как прекрасно ты, повремени!”
И это торжество предвосхищая,
Я высший миг сейчас переживаю.

Willkommen und Abschied“ (J.W. Goethe)

Doch ach, schon mit der Morgensonne

Verengt der Abschied mir das Herz:

In deinen Küssen welche Wonne!

In deinem Auge welcher Schmerz!

Ich ging, du standst und sahst zur Erden

Und sahst mir nach mit nassen Blick:

Und doch welch Glück, geliebt zu werden!

Und lieben, Götter, welch ein Glück!

«Свидание и разлука»

Но – ах! – лишь утро засияло,

Угасли милые черты.

О, как меня ты целовала.

С какой тоской смотрела ты!

Я встал, душа рвалась на части,

И ты одна осталась вновь…

И всё ж любить – какое счастье!

Какой восторг – твоя любовь!


Erinnerung (J.W. Goethe)

Willst du immer weiter schweifen?

Sieh, das Gute liegt so nah.

Lerne nur das Glück ergreifen,

Denn das Glück ist immer da.

(ИЯШ № 4 – 2001)


Gefunden (J. W. von Goethe)

Ich ging im Walde

so für mich hin,

und nichts zu suchen,

das war mein Sinn.


Im Schatten sah ich

ein Blumchen stehn,

wie Sterne leuchtend,

wie Äuglein schön.


Ich wollt' es brechen,

da sagt' es fein:

„Soll ich zum Welken

gebrochen sein?"


Ich grub's mit allen

den Würzlein aus5,

im Garten trug ich's

am hübschen Haus.


Und pflanzt' es wieder

Нашёл (И. Миримский)

Бродил я лесом...

В глуши его

Найти не чаял

Я ничего.


Смотрю, цветочек

В тени ветвей,

Всех глаз прекрасней,

Всех звезд светлей.


Простер я руку,

Но молвил он:

«Ужель погибнуть

Я осужден?»


Я взял с корнями

Питомца рос

И в сад прохладный

К себе отнес.

und blüht so fort6.

nun zweigt es immer

am stillen Ort.





Mailied (J.W. Goethe)

Wie herrlich leuchtet

Mir die Natur!

Wie glänzt die Sonne!

Wie lacht die Flur!


Es dringen Blüten

Aus jedem Zweig

Und tausend Stimmen

Aus dem Gesträuch,


Und Freud und Wonne

Aus jeder Brust.

O Erd, o Sonne!

O Glück, o Lust!


O Lieb, o Liebe!

So golden schön,

Wie Morgenwolken

Auf jenem Höhn!


Du segnest herrlich

Das frische Feld,

Im Blütendampfe

Die volle Welt.


O Mädchen, Mädchen,

Wie lieb ich dich!

Wie blinkt dein Auge!

Wie liebst du mich!


So lebt die Lerche

Gesang und Luft,

Und Morgenblumen

Den Himmelsduft,


Wie ich dich liebe

Mit warmen Blut,

Die du mir Jugend

Und Freud und Mut


Zu neuen Liedern

Und Tänzen gibst.

Sei ewig glücklich,

wie du mich liebst!


Майская песня (А. Фет)

Все нежит взоры,

Все нежит слух,

Блистает солнце,

Смеется луг.


Я вижу ветви,

Полны цветов,

Я слышу птичек

Из-за кустов.


Восторг и нега

Теснятся в грудь;

О счастье, счастье,

Продлись, пробудь!


Не ты ли это,

Любовь, любовь,

Одела жизнью

Природу вновь,


Благословила

Луг молодой

И расцветила

Весь круг земной?


О дева, как я

Люблю тебя!

Как взор твой светел!

Люби меня!


Как сладко птичке

Поутру петь

Иль пышной розе

Зарей алеть,


Так сладко, дева,

Тебя любить,

Тобой воскреснуть,

Тобою жить.


Ты оживила

Мои мечты!

Будь век счастлива,

Как любишь ты.

Frühzeitiger Frühling (J.W. Goethe)

Tage der Wonne,

Kommt ihr so bald?

Schenkt mir die Sonne,

Hügel und Wald?


Reichlicher fließen

Büchlein zumal.

Sind es die Wiesen?

Ist es das Tal?


Blauliche Frische!

Himmel und Höh'!

Goldene Fische

Wimmeln im See.


Buntes Gefieder

Rauschet im Hain;

Himmlische Lieder

Schallen darein.


Unter des Grünen

Blühender Kraft

Naschen die Bienen

Summend am Saft.


Leise Bewegung

Bebt in der Luft,

Reizende Regung,

Schläfernder Duft.


Mächtiger rühret

Bald sich ein Hauch,

Doch er verlieret

Gleich sich im Strauch.

Aber zum Busen

Kehrt er zurück.

Helfet, ihr Musen,

Tragen das Glück!


Saget, seit gestern

Wie mir geschah?

Liebliche Schwestern,

Liebchen ist da!

Dieses ist das Bild der Welt(gekürzt) (J.W. Goethe)

Dieses ist das Bild der Welt,

Die man für die beste hält:

Fast wie eine Mördergrube,

Fast wie eines Burschen Stube,

Fast so wie ein Opernhaus,

Fast wie ein Magisterschmaus,

Fast wie Köpfe von Poeten,

Fast wie schöne Raritäten,

Fast wie abgesetztes Geld

sieht sie aus, die beste Welt.


Woher sind wir geboren? (J.W. Goethe)

Woher sind wir geboren?

Aus Lieb.

Wie wären wir verloren?

Ohn Lieb.

Was hilft uns überwinden?

Die Lieb.

Kann man auch Liebe finden?

Durch Lieb.

Was lässt uns lange weinen?

Die Lieb.

Was soll uns stets vereinen?

Die Lieb.


Johann Wolfgang von Goethe

Hoch auf dem alten Turne steht

Des Helden edler Geist,

Der, wie das Schiff vorüber geht,

Es wohl zu fahren heißt.


„Sieh, diese Sehne war so stark,

Dies Herz so fest und wild,

Die Knochen voll von Rittermark,

Der Becher angefüllt.


Mein halbes Leben stürmt' ich fort,

Verdehnt' die Hälft' in Ruh.

Und du, du Menschen-Schifflein dort,

Fahr immer, immer zu!"

Приветствие духа (Перевод Ф. Тютчева)

На старой башне, у реки.

Дух рыцаря стоит

И, лишь завидит челноки,

Приветом их дарит:


«Кипела кровь и в сей груди.

Кулак был из свинца,

И богатырский мозг в кости,

И кубок до конца!


Пробушевал полжизни я,

Другую проволок:

А ты плыви, плыви, ладья,

Куда несет поток!»


Suleika (J.W. Goethe)

Nimmer will ich dich verlieren!

Liebe gibt der Liebe Kraft.

Magst du meine Jugend zieren

Mit gewalt'ger Leidenschaft.


Ach! wie schmeichelt's meinem Triebe,

Wenn man meinen Dichter preist:

Denn das Leben ist die Liebe,

Und des Lebens Leben Geist.

Зулейка (Перевод В. Левика)

Как тебя утратить, милый?

От любви любовь зажглась,

Так ее волшебной силой

Ты мне молодость укрась.


Я хочу, чтоб увенчала,

Мой поэт, тебя молва.

Жизнь берет в любви начало.

Но лишь духом жизнь жива.


An Suleika (Johann Wolfgang von Goethe)

Dir mit Wohlgeruch zu kosen,

Deine Freuden zu erhöhn,

Knospend müssen lausend Rosen

Erst in Gluten untergehn.


Um ein Fläschchen zu besitzen,

Das den Ruch auf ewig halt,

Schlank wie deine Fingerspitzen,

Da bedarf es einer Welt.

Einer Welt von Lebenstrieben,

Die in ihrer Fülle Drang

Ahndeten schon Bulbuls Lieben,

Seeleregenden Gesang.


Sollte jene Qual uns quälen,

Da sie unsre Lust vermehrt?

Hat nicht Myriaden Seelen

Timurs Herrschaft aufgezehrt?












Зулейке (Перевод В. Леечка)

Чтоб игрою благовоний

Твой порадовать досуг,

Гибнут сотни роз в бутоне,

Проходя горнило мук.


За флакон благоуханий,

Что, как твой мизинец, мал,

Целый мир существований

Безымянной жертвой пал, -



Сотни жизней, что дышали

Полнотою бытия

И, волнуясь, предвкушали

Сладость песен соловья.


Но не плачь, из их печали

Мы веселье извлечем.

Разве тысячи не пали

Под Тимуровым мечом!


Neue Liebe, neues Leben (J. W. Goethe)

Herz, mein Herz, was soll das geben?

Was bedränget dich so sehr?

Welch ein fremdes, neues Leben!

Ich erkenne dich nicht mehr.

Weg ist alles, was du liebtest,

Weg, warum du dich betrübtest,

Weg dein Fleiß und deine Ruh –

Ach, wie kamst du nur dazu!


Fesselt dich die Jugendblüte,

Diese liebliche Gestalt,

Dieser Blick voll Treu und Güte

Mit unendlicher Gewalt?

Will ich rasch mich ihr entziehen,

Mich ermannen, ihr entfliehen,

Führet mich im Augenblick,

Ach, mein Weg zu ihr zurück.

Und an diesem Zauberfädchen,

Das sich nicht zerreissen läßt,

Hält das liebe, lose Mädchen

Mich so wider Willen fest;

Muß in ihrem Zauberkreise

Leben nun auf ihre Weise.

Die Verändrung, ach, wie groß!

Liebe! Liebe! laß mich los!

И. Гёте. Новая любовь, новая жизнь

Сердце, сердце, что с тобою?

Устремилось ты куда?

Снова чувство неземное?

Изменилось ты когда?

Что покой твой омрачило?

Всё долой, что ты любило,

Нет усердья твоего.

Как дошло ты до того?


Красота тебя сковала,

Нежной, юной девы сласть,

Взгляд простой, но чуть лукавый,

Безграничная в нём власть.

Кабалы хочу избегнуть,

Быть мужчиной, прочь отвергнуть

Эту страсть. Но милый взгляд

Мигом тащит к ней назад.


И на этой нитке тонкой,

Но её не разорвать,

Будешь, глупая девчонка,

Ты силком меня держать?

И теперь в волшебной сказке

Жить мне по твоей указке?

Перемен мне не снести!

Дай уйти, любовь, пусти!


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Heinrich Heine

Lorelei

(H. Heine)

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
Dass ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.


Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein:
Der Gipfel des Berges Funkelt
Im Abendsonnenschein.


Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar,
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar.


Sie kämmt es mit goldenem Kamme,
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei.


Der Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh.


Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lorelei getan.



Лорелея
(перевод В. Левика)

Не знаю, что стало со мною,
Печалью душа смущена.
Мне все не дает покою
Старинная сказка одна.


Прохладен воздух. Темнеет.
И Рейн уснул во мгле.
Последним лучом пламенеет
Закат на прибрежной скале.


Там девушка, песнь распевая,
Сидит на вершине крутой;
Одежда на ней золотая,
И гребень в руке золотой.


И кос ее золото вьется,
И чешет их гребнем она,
И песня волшебная льется,
Неведомой силы полна.


Охвачен безумной тоскою,
Гребец не глядит на волну,
Не видит скалы пред собою,
Он смотрит туда, в вышину.


Я знаю, река, свирепея,

Навеки сомкнется над ним;

И это все Лорелея

Сделала пеньем своим.

Лорелея
(перевод С. Маршака)

Не знаю, о чём я тоскую,
Покоя душе моей нет.
Забыть ни на миг не могу я
Преданье далёких лет.


Дохнуло прохладой. Темнеет.
Струится река в тишине.
Вершина горы пламенеет
Над Рейном в закатном огне.


Девушка в светлом наряде
Сидит над обрывом крутым.
И блещут, как золото, пряди
Под гребнем её золотым.


Проводит по золоту гребнем
И песню поёт она
И власти и силы волшебной
Зовущая песня полна.


Пловец в челноке беззащитном
С тоскою глядит в вышину.

Несётся он к скалам гранитным

Но видит ее лишь одну.


А скалы кругом отвесней,

А волны – круче и злей.

И верно, погубит песней

Пловца и челнок Лорелей.









Ein Fichtenbaum (H. Heine)

Ein Fichtenbaum steht einsam
Im Norden auf kahler Höh.
Ihn schläfert: mit weißer Decke
Umhüllen ihn Eis und Schnee.


Er träumt von einer Palme,
Die, fern im Morgenland,
Einsam und schwiegend trauert
Auf brennender Felsenwand.


На севере диком... (перевод М. Лермонтова)

На севере диком стоит одиноко
На голой вершине сосна,
И дремлет, качаясь, и снегом сыпучим
Одета, как ризой, она.


И снится ей всё, что в пустыне далекой -
В том крае, где солнца восход,
Одна и грустна на утесе горючем
Прекрасная пальма растет.

Wenn ich an deinem Hause

(H. Heine)

Wenn ich an deinem Hause
Des Morgens vorübergeh,
So freut’s mich, du liebe Kleine,
Wenn ich dich am Fenster seh.


Mit deinen schwarzbraunen Augen
Siehst du mich forschend an:
Wer bist du, und was fehlt dir,
Du fremder, kranker Mann?


„Ich bin ein deutscher Dichter,
Bekannt im deutschen Land;
Nennt man die besten Namen,
So wird auch der meine genannt.


Und was mir fehlt, du Kleine,
Fehlt manchem im deutschen Land;
Nennt man die schlimmsten Schmerzen,
So wird auch der meine genannt“.


Когда твоим переулком...

(В. Левик)

Когда твоим переулком
Пройти случается мне,
Я радуюсь, дорогая,
Тебя, увидев в окне:


За мной ты большими глазами,
С немалым удивленьем глядишь:
“Скажи, незнакомец, кто ты?
О чём ты всегда грустишь?”


„Дитя, я поэт немецкий,
Известный в немецкой стране.
Кто лучших людей вспоминает,
Тот вспомнит и обо мне.


И многие вместе со мною
Грустят в немецкой стране.
Кто знает великое горе,
Тот знает, как горько мне“.

Still ist die Nacht (H. Heine)

Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen,
In diesem Hause wohnte mein Schatz:
Sie hat schon längst die Stadt verlassen
Doch steht noch das Haus auf demselben Platz.


Da steht auch ein Mensch und starr in die Höhe.
Und ringt die Hände vor Schmerzengewalt.
Mir graust es, wenn ich sein Antlitz sehe –
Der Mond reigt mir meine eigne Gestalt,

Du Doppelgänger! Du bleicher Geselle!
Was äffst du nach mein Liebesleid,
Das mich gequält auf dieser Stelle
So manche Nacht in alter Zeit?



Город уснул, я брожу одиноко (В. Левик)

Город уснул, я брожу одиноко,
И вот ее дом, и над входом окно.
Любимой нет, она далеко,
А дом стоит, как стоял он давно.


Пред ним человек. Он ломает руки.
Он ждет, он ищет хоть призрак в окне!
Мне жутко: в лице, побледневшем от муки,
Себя самого я узнал при луне.


Двойник мой неведомый, брат мой кровный,
Чего ты ждёшь, не зная сна,
Измучен тоскою любовной,
Как я в былые времена?

Hymnus (H. Heine)

Ich bin das Schwert, ich bin die Flamme.
Ich habe euch erleuchtert in der Dunkelheit,
und als die Schlacht begann,
focht ich voran in der ersten Reihe…

Гимн

Я меч, я пламя.
Я светил вам во тьме,
И когда началась битва,
Я сражался впереди, в первом ряду…



Leise zieht durch mein Gemüt (H. Heine)

Leise zieht durch mein Gemüt
liebliches Geläute;
klinge kleines Frühlingslied,
kling hinaus ins Weite!


Kling hinaus, bis an das Haus,
wo die Blumen sprießen,
wenn du eine Rose schaust,
sag’, ich lass sie grüssen!


Тихо сердца глубины звоны пронизали

Тихо сердца глубины

Звоны пронизали,

Лейся песенка весны,

Разливайся дале.


Ты пролейся, где цветы

Расцветают полно,

Если розу встретишь ты,

Ей привет мой скромный.

H. Heine

Ich wollt’ meine Schmerzen ergössen

Sich all’ in ein einziges Wort,

Das gäb’ ich den lustigen Winden,

Die trügen es lustig fort.


Sie tragen zu dir, Geliebte,

Das schmerzerfüllte Wort;

Du hörst es zu jeder Stunde,

Du hörst es an jedem Ort.


Und hast du zum nächtlichen Schlummer

Geschlossen die Augen kaum,

So wird dich mein Wort verfolgen

Bis in den tiefsten Traum.

Л. Мей

Хотел бы в единое слово

Я слить мою грусть и печаль

И бросить то слово на ветер,

Чтоб ветер унёс его вдаль.


И пусть бы то слово печали

По ветру к тебе донеслось,

И пусть бы всегда и повсюду

Оно тебе в сердце лилось.


И если б усталые очи

Сомкнулись под грёзой ночной,

О, пусть бы то слово печали,

Звучало во сне над тобой!


Heinrich Heine

Ein Jüngling liebt ein Mädchen,
Die hat einen anderen erwählt;
Der andre liebt eine andre,
Und hat sich mit dieser vermalt
Das Mädchen heiratet aus Ärger
Den ersten besten Mann.


Der ihr in den Weg gelaufen
Der Jüngling ist übel dram.
Es ist eine alte Geschichte,
Doch bleibt sie immer neu.
Und wenn sie just passieret mit ihnen
Dem bricht das Herz entzwei.


Юноша девушку любит,

А ей полюбился другой.

Но тот, не её, другую,

Назвал своей дорогой.

За первого встречного замуж

Та девушка с горя идёт.


А юноша тяжко страдает,

Спасенья нигде не найдёт.

История – эта не новость.

Так было во все времена.

Но сердце у вас разобьётся,

Коль с вами случится она.

«Der Brief» (H. Heine)

Der Brief, den du geschrieben,

Er macht mir gar nicht bang;
Du willst mich nicht mehr lieben,
Aber dein Brief ist lang.


Zwölf Seiten, eng und zierlich!
Ein kleines Manuskript!

Man schreibt nicht so ausführlich,
Wenn man den Abschied gibt.


«Письмо» (В. Левик)

Вы, право, не убили

Меня своим письмом:

Меня вы разлюбили:

А клятв – на целый том!



Отказ длинён немножко –

Посланье в шесть листов!

Чтоб дать отставку, крошка,

Не тратят столько слов.


Die Rose“ (H. Heine)

Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne,

Die liebt’ ich einst alle in Liebeswonne.

Ich lieb’ sie nicht mehr, ich liebe alleine

Die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine;

Sie selber, aller Liebe Bronne,

Ist Rose und Lilie und Taube und Sonne.


Die Jahre kommen und gehen“ (H. Heine)

Die Jahre kommen und gehen

Geschlechter steigen ins Grab.

Doch immer vergeht die Liebe

Die ich im Herzen hab.

Nur einmal noch möcht’ ich dich sehen

Und sinken vor dir aufs Knie.

Und sterbend zu dir sprechen

„Madame,“ – ich liebe dich“.

«Идут и сменяются годы»

Идут и сменяются годы,

Приходит и людям черёд.

И только одна в моём сердце

Любовь никогда не умрёт.

Мне только тебя бы увидеть

И пасть к твоим ногам.

И тихо шепнуть умирая,

«Я Вас люблю, мадам».


(H. Heine) (ИЯШ № 6 – 2001)

Das Meer hat seine Perlen,

Der Himmel seine Sterne,

Aber mein Herz, mein Herz,

Mein Herz hat seine Liebe.

Groß ist das Meer und der Himmel,

Doch größer ist mein Herz;

Und schöner als Perlen und Sterne


Du kleines, junges Mädchen,

Komm an mein großes Herz;

Mein Herz und das Meer und der Himmel

Vergehen vor lauter Liebe.

Leuchtet und strahlt meine Liebe.


(H. Heine) (ИЯШ № 6 – 2001)

Es war ein alter König,

Sein Herz war schwer, sein Haupt war grau;

Der arme, alte König,

Er nahm eine junge Frau.


Es war ein schöner Page,

Blond war sein Haupt, leicht war sein Sinn;

Er trug die seidne Schleppe

Der jungen Königin.


Kennst du das alte Liedchen?

Es klingt so süß, es klingt so trüb!

Sie mussten beide sterben,

Sie hatten sich viel zu lieb.


(H. Heine) (ИЯШ № 6 – 2001)



Herz, mein Herz, sei nicht beklommen

Und ertrage dein Geschick,

Neuer Frühling gibt zurück,

Was der Winter dir genommen.

Und wie viel ist dir geblieben!

Und wie schön ist noch die Welt!

Und, mein Herz, was dir gefällt,

Alles, alles darfst du lieben!



Ein Fichtenbaum (H. Heine)

Ein Fichtenbaum steht einsam
Im Norden auf kahler Höh.
Ihn schläfert: mit weißer Decke
Umhüllen ihn Eis und Schnee.


Er träumt von einer Palme,
Die, fern im Morgenland,
Einsam und schwiegend trauert
Auf brennender Felsenwand.


На севере диком... (перевод М. Лермонтова)

На севере диком стоит одиноко
На голой вершине сосна,
И дремлет, качаясь, и снегом сыпучим
Одета, как ризой, она.


И снится ей всё, что в пустыне далекой -
В том крае, где солнца восход,
Одна и грустна на утесе горючем
Прекрасная пальма растет.




Heinrich Heine

***

Im wunderschonen Monat Mai,

Als alle Knospen sprangen.

Da ist in meinem Herzen

Die Liebe aufgegangen.


Im wunderschönen Monat Mai,

Als alle Vogel sangen,

Da hab ich ihr gestanden

Mein Sehnen und Verlangen.

Перевод (3. Морозкиной)

****

Когда чудесным майским днем

Готов был лист раскрыться,

Пришла пора и в сердце

Ростку любви пробиться.


Когда чудесным майским днем

Запели звонко птицы,

Тогда я ей поведал,

По ком душа томится.


Heinrich Heine

***

Sie haben mich gequälet,

Geärgert blau und blаß.

Die einen mit ihrer Liebe,

Die andern mit ihrem Haß.


Sie haben das Brat mir vergiftet.

Sie gossen mir Gift ins Glas,

Die einen mit ihrer Liebe,

Die andern mit ihrem Haß.


Doch sie, die mich am meisten

Gequält, geärgert, betrübt,

Die hat mich nie gehasset,

Und hat mich nie geliebt.

Перевод А. Григорьева

***

Они меня истерзали

И сделали смерти бледней, —

Одни - своею любовью,

Другие - враждою своей.


Они мне мой хлеб отравили,

Давали мне яда с водой, -

Одни - своею любовью.

Другие - своею враждой.


Но та, от которой всех больше

Душа и доселе больна.

Мне зла никогда не желала,

И меня не любила она!


Heinrich Heine

***

Am fernen Horizonte

Erscheint, wie ein Nebelbild,

Die Stadt mit ihren Türmen

In Abenddämmrung gehüllt.


Ein feuchter Windzug kräuselt

Die graue Wasserbahn;

Mit traurigem Takte rudert

Der Schiffer in meinem Kahn.


Die Sonne hebt sich noch einmal

Leuchtend vom Boden empor,

Und zeigt mir jene Stelle,

Wo ich das Liebste verlor.

Перевод Л. Блока

***

На дальнем горизонте,

Как сумеречный обман.

Закатный город и башни

Плывут в вечерний туман.


Играет влажный ветер

На серой быстрине;

Траурно плещут весла

Гребца на моем челне.


В последний раз проглянуло

Над морем солнце в крови,

И я узнал то место –

Могилу моей любви.











Heinrich Heine

***

Sie liebten sich beide, doch keiner

Wollt es dem andern gestehn;

Sie sahen sich ал so feindlich,

Und wollten vor Liebe vergehn.


Sie trennten sich endlich und sahn sich

Nur noch zuweilen im Traum;

Sie waren längst gestorben,

Und wußten es selber kaum.




Перевод М. Лермонтова ***

Они любили друг друга так долго и нежно,

С тоской глубокой и страстью безумно мятежной!

Но, как враги, избегали признанья и встречи,

И были пусты и хладны их краткие речи.


Они расстались в безмолвном и гордом страданье,

И малый образ во сне лишь порою видали.

И смерть пришла: наступило за гробом свиданье..,

Но в мире новом друг друга они не узнали.

Heinrich Heine

***

Das Fräulein stand am Meere

Und seufzte lang und bang,

Es rührte sie so sehre

Der Sonnenuntergang.


„Mein Fräulein! sein Sie munter,

Das ist ein altes Stück;

Hier vorne geht sie unter

Und kehrt von hinten zurück.

Перевод В. Левика

***

Девица у причала,

Подъемля к небу взгляд,

Стонала и вздыхала,

Когда пылал закат.


И что девица стонет?

У солнца старый трюк:

Там, спереди, потонет,

А сзади всходит вдруг.


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Josef von Eichendorff


Der frohe Wandersmann (Joseph von Eichendorff)

Wem Gott will rechte Gunst erweisen,

Den schickt er in die weite Welt;

Dem will er seine Wunder weisen

In Berg und Wald und Strom und Feld.


Die Trägen, die zu Hause liegen,

Erquicket nicht das Morgenrot;

Sie wissen nur von Kinderwiegen,

Von Sorgen, Last und Not um Brot.


Die Bächlein von den Beigen springen,

Die Lerchen schwirren hoch vor Lust,

Was sollt ich nicht mit ihnen singen

Aus voller Kehl und frischer Brust?


Den lieben Gott laß ich nur walten;

Der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld

Und Erd und Himmel will erhalten,

Hat auch mein Sach aufs best bestellt!

Весёлый путешественник (Перевод К. Бальмонта)

Кому господь дает благословенье,

Тому свои откроет чудеса:

Луга, поля и горы, и леса,

И чистых рек спокойное теченье.


Того он в свой далекий мир пошлет,

Где нет заботы о насущном хлебе,

Где луч зари сверкает в синем небе.

Где мысли вольной радостен полет.


Меж светлых тучек жаворонок вьется,

Ручьи, звеня, бегут с высоких гор,

Слезой затмился мой печальный взор.

Моя душа напрасно к небу рвется.


О, господи, к тебе иду с мольбой:

Мне, грешному, даруй благословенье,

Пусть я найду среди лесов забвенье,

Забвенье мук и страха пред судьбой.


Das zerbrochene Ringlein (Joseph von Eichendorff)

In einem kühlen Grunde

Da geht ein Mühlenrad,

Mein' Liebste ist verschwunden,

Die dort gewohnet bat.


Sie hat mir Treu versprochen,

Gab mir ein'n Ring dabei,

Sie hat die Treu gebrochen,

Mein Ringlein sprang entzwei.


Ich möcht als Spielmann reisen

Weil in die Welt hinaus

Und singen meine Weisen

Und gehn von Haus zu Haus.


Ich möcht als Reiter fliegen

Wohl in die blut‘ge Schlacht,

Um stille Feuer liegen

Im Feld bei dunkler Nacht.


Hör ich das Mühlrad gehen:

Ich weiß nicht, was ich will –

Ich möcht am liebsten sterben,

Da war's auf einmal still!




Колечко (Перевод Л. Гинзбурга)

Мне чудится в долине

Далекий шум колес.

Услышу — и доныне

Сдержать не в силах слез.

Не ты ль свое колечко

Дала мне в час ночной?..

Зачем твое сердечко

Смеялось надо мной?

Пройти бы мне хотелось

По весям, по полям.

Сказать, как разлетелось

Колечко пополам,


Шарманщиком бродячим

Печально песни петь

Иль на коне горячем

В кровавый бой лететь,

Чтоб средь ночей холодных

Разлуку проклинать,

Вблизи костров походных

О милой вспоминать,


О мельнице в долине,

Где слышен шум колес...

Как вспомню, так доныне

Сдержать не в силах слез.








Trost (Joseph von Eichendorff)

Es haben viel Dichter gesungen

Im schönen deutschen Land,

Nun sind ihre Lieder verklungen,

Die Sänger ruhen im Sand.


Aber solange noch kreisen

Die Stern um die Erde rund,

Tun Herzen in neuen Weisen

Die alte Schönheit kund.


Im Walde da liegt verfallen

Der alten Helden Haus,

Doch aus den Toren und Hallen

Bricht jährlich der Frühling aus.


Und wo immer müde Fechter

Sinken im mutigen Strauß,

Es kommen frische Geschlechter

Und fechten es ehrlich aus.

Утешение (Перевод Л. Гинзбурга)

Прекрасные песни спеты

Устами немецких певцов...

Где прежних времен поэты?

В могилах. В краю мертвецов.


Но коль над землей не увянут

Соцветия звездных огней,

Былые напевы воспрянут

В мелодиях новых дней.


Герои древних преданий,

Давно ваших замков нет.

Но каждой весною ранней

Струят развалины свет.


Бойцы покидают сцену,

Усталый, измотанный полк.

Но дети приходят на смену

И выполняют свой долг.


(Joseph von Eichendorff)

***

Mir träumt', ich ruhte wieder

Vor meines Vaters Haus

Und schaute fröhlich nieder

Ins alte Tal hinaus,

Die Luft mit lindem Spielen

Ging durch das Frühlingslaub,

Und Blütenflocken fielen

Mir über Brust und Haupt.


Als ich erwacht', da schimmert

Der Mond vom Waldesrand,

Im falben Scheine flimmert

Um mich ein fremdes Land,

Und wie ich ringsher sehe:

Die Flocken waren Eis,

Die Gegend war vom Schnee,

Mein Haar vom Alter weiß.

Зимний сон

(Перевод Л. Плещеева)

И снилось мне, что будто снова

Передо мною отчий дом;

Что я лежу в долине старой

С веселым, радостным лицом;

Что ветерок играет легкий

С листвой в полдневной тишине;

Что цвет летит с родных деревьев

На грудь и на голову мне...


Когда ж проснулся я - за лесом

Всходила тусклая луна;

Вокруг меня в сияньи бледном

Лежала чуждая страна...

И, озираясь, на деревьях

Я видел иней, а не цвет;

Поля покрыты были снегом,

И сам я был уж стар и сед.




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Friedrich Schiller


Das Mädchen aus der Fremde (F. Schiller)

In einem Tal bei armen Hirten
Erschien mit jedem jungen Jahr,
Sobald die ersten Lerchen schwirrten,
Ein Mädchen schön und wunderbar.


Sie war nicht in dem Tal geboren,
Man wusste nicht, woher sie kam,
Und schnell war ihre Spur verloren,
Sobald das Mädchen Abschied nahm.


Sie brachte Blumen mit und Früchte,
Gereift auf einer anderen Flur,
In einem anderen Sonnenlichte,

In einer glücklichern Natur.


Und teilte jedem eine Gabe,
Dem Früchte, jenem Blumen aus;
Der Jüngling und der Greis am Stabe,
Ein jeder ging beschenkt nach Haus.


Willkommen waren alle Gäste,
Doch nahte sich ein liebend Paar,
Dem reichte sie der Gaben beste,
Der Blumen allerschönste dar.


Дева с чужбины (И. Миримский)

Из года в год в начале мая,
Когда не смолкнет птичий гам,
Являлась дева молодая
В долину к бедным пастухам.


Она жила в стране нездешней,
В краю, куда дороги нет.
Уйдет она и в дымке вешней
Растает девы легкий след.


Она с собою приносила
Цветы и сочные плоды.
Их солнце юга золотило,
Растили пышные сады.


И отрок, и старик с клюкою,
Навстречу ей спешили все,
Хоть что-то чудилось чужое
В её чарующей красе.


Она дарила прихотливо
Цветы одним, плоды другим.
И каждый уходил счастливый
Домой с подарком дорогим.

Jägerliedchen (F. Schiller)

Mit dem Pfeil, dem Bogen
Durch Gebirg und Tal
Kommt der Schütz' gezogen
Früh am Morgenstrahl.


Wie im Reich der Lüfte
König ist der Weih,
Durch Gebirg und Klüfte
Herrscht der Schütze frei.

Ihm gehört das Weite,
Was sein Pfeil erreicht,
Das ist seine Beute,
Was da fleugt und kreucht.


Песня стрелка (О. Мандельштам)

С луком и колчаном
Через лес и дол
Утром в горы рано
Наш стрелок ушел.


Как орлу воздушный
Подчинен простор,
Так стрелку послушно
Царство снежных гор.

И куда стремится
Тетивы прицел,
Там и зверь, и птица -
Жертвы мертвых стрел.


Wilhelm Tell (Friedrich Schiller)

(Erster Aufzug, Erste Szene)

Es lächelt der See, er ladet zum Bade,

Der Knabe schlief ein am grünen Gestade,

Da hört er ein Klingen,

Wie Flöten so süß,

Wie Stimmen der Engel

Im Paradies.

Und wie er erwachet in seliger Lust,

Da spülen die Wasser ihm um die Brust,

Und es ruft aus den Tiefen:

Lieb Knabe, bist mein!

Ich locke den Schläfer,

Ich zieh ihn herein.

Вильгельм Телль (Перевод Н. Славятинского)

(Действие первое Сцена первая)

На озеро манит купанья услада,

Уснувшего отрока нежит прохлада.

И звуки свирели

Он слышит сквозь сон,

Он ангельски-нежною

Песней пленён.

Проснулся, блаженства, веселия полный,

А возле играют и пенятся волны.

И вкрадчивый голос

Влечет за собой:

«Бросайся в пучину.

Будь вечно со мной».


Die Hoffnung (F. Schiller)

Es reden und träumen die Menschen viel
von besseren künftigen Tagen.
Nach einem glücklichen, goldenen Ziel
sieht man sie rennen und jagen.
Die Welt wird alt und wird wieder jung,
doch der Mensch hofft immer Verbesserung.


Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein,

Sie umflattert den fröhlichen Knaben,

Den Jüngling begeistert ihr Zauberschein,

Sie wird mit dem Greis nicht begraben;

Denn beschließt er im Grabe den müden Lauf,

Noch am Grabe pflanzt er - die Hoffnung auf.


Es ist kein leerer, schmeichelnder Wahn,

Erzeugt im Gehirne des Toren,

Im Herzen kündet es laut sich an:

Zu was Besserm sind wir geboren.

Und was die innere Stimme spricht,

Das tauscht die hoffende Seele nicht.

Надежда (Перевод Л. Фета)

Надеются люди, мечтают весь век

Судьбу покорить роковую.

И хочет поставить себе человек

Цель счастия, цель золотую.

За днями несчастий дни счастья идут,

А люди всё лучшего, лучшего ждут.


Надежда ведет на путь жизни людей;

Дитя уже ей веселится;

Манит она юношу блеском лучей

И с старцем во гроб не ложится:

Пусть нас утомленье в могилу сведет –

Надежда для нас и за гробом цветет.


Нет, нет! не пустым, не безумным мечтам

Мы дух предаем с колыбели,

Не даром твердит сердце вещее нам:

Для высшей мы созданы цели!

Что внутренний голос нам внятно твердит.

То нам неизменной судьбою горит.




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Wilhelm Müller

Der Lindenbaum (Wilhelm Müller)

Am Brunnen vor dem Tore,

Da steht ein Lindenbaum;

Ich träumt in seinem Schatten

So manchen süßen Traum.


Ich schnitt in seine Rinde

So manches liebe Wort;

Es zog in Freud und Leide

Zu ihm mich immer fort.


Ich mußt auch heute wandern

Vorbei in tiefer Nacht,

Da hab ich noch im Dunkel

Die Augen zugemacht.


Und seine Zweige rauschten,

Als riefen sie mir zu:

Komm her zu mir, Geselle,

Hier findst du deine Ruh!


Die kalten Winde bliesen

Липа


(Вильгельм Мюллер)


У входа в город липа, под ней бежит ручей;

Я часто сладко грезил в тени ее ветвей.

В ее кору я врезал немало нежных слов,

И в радости и в горе я к ней идти готов.


И, в путь идя далекий, в холодный мрак ночей,

Закрыв глаза, хотел я теперь пройти под ней.

И ветви зашумели, шепча во мгле ночной:

«Вернись, скиталец бедный, ты здесь найдешь покой!»


И злой холодный ветер ночную песнь завел,

С меня сорвал он шляпу, но я все шел и шел.

Теперь уж я далёко брожу в стране чужой,

Но часто слышу шепот: «Ты мог найти покой!»


Перевод С. Заяицкова

Mir grad ins Angesicht,

Der Hut flog mir vom Kopfe,

Ich wendete mich nicht.


Nun bin ich manche Stunde

Entfernt von jenem Ort,

Und immer her ich's rauschen:

Du fandest Ruhe dort!


























Der Leiermann (Wilhelm Müller)

Drüben hinterm Dorfe

Steht ein Leiermann,

Und mit starren Fingern

Dreht er, was er kann.


Barfuß auf dem Eise

Schwankt er hin und her,

Und sein kleiner Teller

Bleibt ihm immer leer.


Keiner mag ihn hören,

Keiner sieht ihn an,

Und die Hunde brummen

Um den alten Mann.


Und er läßt es gehen,

Alles, wie es will,

Dreht, und seine Leier

Шарманщик

(Перевод С. Заяицкова)


Вот стоит шарманщик грустно за селом,

И рукой озябшей он вертит с трудом,

Топчется на месте, жалок, бос и сед.

Тщетно ждет бедняга, - денег в чашке нет!


Тщетно ждет бедняга, - денег нет и нет.

Люди и не смотрят, слушать не хотят,

Лишь собаки злобно на него ворчат.


Всё покорно сносит, терпит все старик,

Не прервется песня и на краткий миг,

Не прервется песня и на краткий миг.


Хочешь, будем вместе горе мы терпеть?

Хочешь, буду песни под шарманку петь?

Steht ihm nimmer still.


Wunderlicher Alter,

Soll ich mit dir gehn?

Willst zu meinen Liedern

Deine Leier drehn?



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Разные поэты

Erich Friedmann

Was es ist?“

Es ist Unsinn

sagt die Vernunft.

Es ist was es ist

sagt die Liebe.


Es ist Unglück

sagt die Berechnung.

Es ist nichts als Schmerz

sagt die Angst.

Es ist aussichtslos

sagt die Einsicht.

Es ist was es ist

sagt die Liebe.


Es ist lächerlich

sagt der Stolz.

Es ist leichtsinnig

sagt die Vorsicht.

Es ist unmöglich

sagt die Erfahrung.

Es ist was es ist

sagt die Liebe.



«Что это?»

Это вздор

говорит рассудок.

Это то, что есть

говорит любовь.


Это несчастье

говорит расчётливость.

Ничего, кроме боли

говорит страх.

Это безнадёжно

говорит благоразумие.

Это то, что есть

говорит любовь.


Это смешно

говорит гордость.

Это легкомыслие

говорит осторожность.

Это невозможно

говорит опыт.

Это лишь то, что есть

говорит любовь.

Ich liebe dich“ (Ernst Ginsberg)

Ich liebe dich

Du liebst mich nicht.

Ich bin die Nacht.

Du bist das Licht.

Ich bin der Schmerz.

Du bist das Glück.

Drum schaue nie

zu mir zurück.

Ich weiß und fühl’ es

bitterlich:

Du liebst mich nicht.

Ich liebe dich.

Я люблю тебя,

Ты не любишь меня.

Я – ночь.

Ты свет.

Я – боль.

Ты – счастье.

Поэтому ты никогда

Не смотришь на меня.

Я знаю и чувствую это

горько:

Ты не любишь меня.

Я люблю тебя.


Die Liebe haltet gut in Ehren

Zumal wenn erst die Jahre fliehn

Die Liebe ist nicht nur Begehren

Mondschein und Seufzermelodie.

Любовью дорожить умейте,

С годами дорожить вдвойне

Любовь не вздохи на скамейке

И не прогулки при луне. (C. Щипачёв)


An Dich“ (Diane Schwalbe)

Hab' Hausaufgaben gemacht

und an dich gedacht.

Hab' vorm Fenster gesessen

statt Brot einen Brief von dir gegessen.

Es ist jetzt acht.

Ich sag' dir Gute Nacht!








Auf der Schwelle des Hauses“ (Günter Kunart)

Auf der Schwelle des Hauses

in den Dünen Sitzen.

Nichts sehen als Sonne.

nichts fühlen als Wärme.

Nichts hören als Brandung.

Zwischen zwei Herzschlagen glauben:

Nun ist Frieden.


«Mein Herz» (Fr. Halm) «Моё сердце»

Mein Herz, ich will dich fragen:
"Was ist denn Liebe, sag'?"
"Zwei Seelen und ein Gedanke,
Zwei Herzen und ein Schlag!"


Und sprich: "Woher kommt Liebe?“
"Sie kommt, und sie ist da!“
Und spricht: "Wie schwindet Liebe?“
"Die war's nicht, der's geschah."


Und was ist keine Liebe?
"Die ihrer selbst vergisst."
Und wann ist Lieb' am tiefsten?
"Wenn sie am tiefsten ist."


Und wann ist Lieb' am reichsten?
"Das ist sie, wenn sie gibt."
Und sprich: "Wie redet Liebe?"
"Sie redet nicht, sie liebt."


Моё сердце, я хочу тебя спросить:

«Что есть любовь, скажи?»

«Две души и одна мысль,

Два сердца и один удар!»


И скажи: «Откуда приходит любовь?»

«Она приходит и она здесь!»

И скажи: «Как исчезает любовь?»

Ёе не было, она исчезла».


А что значит, нет любви?

«Ты её само забыло».

А когда любовь самая глубокая?

«Когда она самая глубокая».


А когда любовь самая богатая?

«Тогда, когда она даёт».

А скажи: «Как говорит любовь?»

«Она не говорит, она любит».


Lieber dich und kein Geld (Theodor Storm)

Lieber dich und kein Geld

Als allein auf der Welt

Denn mit dir, nur mit dir

Ist das Leben so schön.


Lieber dich an der Hand

Als dein Bild an der Wand

Denn mit dir, nur mit dir

Will ich gehn.


Viele Leute sind reich

Aber das ist nur gleich

Ich bin froh, mir geht’s gut

Weil wir zwei uns verstehn.


Lieber dich und kein Geld

Als allein auf der Welt

Denn mit dir

Ist das Leben so schön.

Du segnest herrlich

das frische Feld,

im Blütendampfe

die volle Welt.


O Mädchen, Mädchen,

Wie lieb’ ich dich!

Wie blickt dein Auge!

Wie liebst du mich!


So liebt die Lerche

Gesang und Luft,

und Morgenblumen

den Himmelsdurf,


wie ich dich liebe

mit warmen Blut,

die du mir Jugend

und Freud’ und Mut.

zu neuen Liedern

und Tänzen gibst.

Sei ewig glücklich,

(ИЯШ № 3 – 2001) wie du mich liebst!





In meinen Haus (Gina Ruck-Pauquet)

In meinem Haus

Da wohne ich,

Da schlafe ich,

Da esse ich.

Und wenn du willst,

Dann öffne ich

Die Tür

Und laß dich ein.

In meinem Haus

Da lache ich,

Da weine ich,

Da träume ich.

Und wenn ich will,

Dann schließe ich

Die Tür

Und bin allein.


Wann Freunde wichtig sind (Georg Bydlinski)

Freunde sind wichtig

Zum Sandburgenbauen,

Freunde sind wichtig,

wenn andre dich hauen.

Freunde sind wichtig

Zum Schneckenhaussuchen,

Freunde sind wichtig

Zum Essen von Kuchen.

Vormittags, abends,

im Freien, im Zimmer…

Wann Freunde wichtig sind?

Eigentlich immer!


Schlaft gut! (Roswitha Fröhlich)

Ich, Du, Er, Sie, Es,

deutsche Sprache ist ein Streß.

Euch und Euer, Wir und Ihr,

wozu sitz’ ich denn bloß hier?

Uns und Unser, Dein und Mein,

laß ich’s Lernen lieber sein.

Leg mich hin, die Augen zu –

Gute Ruh!


Ich weiß einen Stern (Josef Guggenmos)

Ich weiß einen Stern

Gar wundersam,

darauf man lachen

und weinen kann.

Mit Städten, voll

Von tausend Dingen.

Mit Wäldern, darin

die Rehe springen.

Ich weiß einen Stern,

drauf Blumen blüh’n,

drauf herrliche Schiffe

durch Meere zieh’n.

Wir sind seine Kinder,

wir haben ihn gern:

Erde, so heißt

Unser lieber Stern.


Meine Stadt (gekürzt) (Josef Reding)

Meine Stadt ist oft

schmutzig;

aber mein kleiner Bruder

ist es auch,

und ich mag ihn.


Meine Stadt ist oft

laut;

aber meine große Schwester

ist es auch,

und ich mag sie.


Meine Stadt ist dunkel

wie die Stimme meines Vaters

und hell

wie die Augen meiner Mutter.



Meine Stadt und ich:

wir sind Freunde,

die sich kennen.

Bücher (Hermann Hesse)

Alle Bücher dieser Welt

Bringen dir kein Glück,

Doch sie weisen dich geheim

In dich selbst zurück.


Dort ist alles, was du brauchst.

Sonne, Stern und Mond,

Denn das Licht, danach du fragst,

In dir selber wohnt.


Weisheit, die du lang gesucht

In den Büchereien,

Leuchtet jetzt aus jedem Blatt,

Denn nun ist sie dein.

Die Engel (Rainer Maria Rilke)

Sie haben alle Münde

Und helle Seelen ohne Saum.

Und eine Sehnsucht (wie nach Sünde)

geht ihnen manchmal durch den Traum.




Fast gleichen sie einander alle;

in Gottes Gärten schweigen sie,

wie viele, viele Intervalle

in seiner Macht und Melodie.




Nun wenn sie ihre Flügel breiten,

sind sie die Wecker eines Winds:

als ginge Gott mit seinen weiten

Bildhauerhänden durch die Seiten

im dunklen Buch des Anbeginns.

Das Lesen, Kinder, macht Vergnügen! (James Krüss)

Das Lesen, Kinder, macht Vergnügen!

(Vorausgesetzt, dass man es kann.)

In Straßenbahnen und auch in Zügen

und auch zu Haus liest jedermann.

Wer lesen kann und Bücher hat,

ist nie allein in Dorf und Stadt.

Ein Buch, das uns gefällt,

hilft weiter durch die Welt.


Das Frauen-Abc (James Krüss)

A, Be, Ce, die schönen Damen

Aus dem Frauen-Alphabet,

Haben wunderschöne Namen,

Aufgezählt von A bis Zett.


Alma, Berta und Cäcilie,

Dora, Emma, Florentin’

Sind die Töchter der Familie

Schinkelmann aus Neu-Ruppin.


Gina, Gerta, Inge, Jutta,

Karin, Lisa, Margaret

Kriegen manchmal aus Kalkutta

Von dem Onkel ein Paket.


Nelly, Olga und Paulinchen,

Die Quirina und die Ruth

Backen Kuchen mit Rosinchen.

Denn der schmeckt besonders gut.


Suse, Thea und die Ute,

Vera und Walpurga sind

Fast so artig wie der gute,

Sanfte, leise Abendwind.


Xenia, Yvonn’ und Zilla

Wohnen, wo kein Regen fällt,

Nämlich in der Wolkenvilla

Ganz am Ende dieser Welt.

A, Be, Ce, die schönen Damen

Aus dem Frauen-Alphabet.

Und die wunderschönen Namen,

Enden leider mit dem Zett.


Meine Bücher (Josef Guggenmos)

Ich liebe meine Bücher,

jedes Buch ist ein Haus.

Die Leute darin

Kommen im Winter heraus.

Es kommen zu mir

Bettler, Prinz und Pilot,

Max und Moritz,

Schneeweißchen und Rosenrot.


Gesang vom Lernen (Johannes Robert Becher) (gekürzt)

Wir wollen lernen!

Wir wollen begreifen!

Die Welt erkennen

Und uns verstehen!

Wir wollen die Fernen

Des Weltraums durchstreifen,

wir wollen die Dinge beim Namen nennen

und auf den Grund der Dinge sehen-


Große Einladung (Hans Baumann)

Morgens sprach Herr Selerrie:

„Heut zu Mittag oder nie

Lad ich die Verwandtschaft ein –

Einmal muß es ja doch sein!“



Onkel, Tanten – alle kamen.

Paßt mal auf, hier sind die Namen:

Frau Tomate, Herr von Lauch,

Fräulein Petersilie auch,

alle drei Gebrüder Kohl:

Weißkohl, Rotkohl, Blumenkohl;

Frau Kartoffel, Frau Karotte,

und im großen Suppenpotte

sangen sie das Suppenlied –

hört ihr’s? Guten Appetit!


Die Zitrone (Eva Hinze)

Ich bin eine kleine Zitrone.

Weißt du, wo ich wohne?

Ich wohne am blauen Meer.

Dort ist es heiß, dort komme ich her.

Fleißige Hände müssen mich pflegen,

pflücken und dann in Kisten legen.






Waldlied (Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Im Walde möcht’ ich leben

Zur heißen Sommerszeit!

Der Wald, der kann uns geben

Viel Lust und Fröhlichkeit.


In seinem kühlen Schatten

Winkt jeder Zweig und Ast;

Das Blümchen auf den Matten

Nickt mir: „Komm, lieber Gast!“


Von jeden Zweig und Reise

Hör nur, wie’s lieblich schallt!

Sie singen laut und leise:

„Kommt, kommt in’ grünen Wald!“


April (Elisabeth Borchers)

Es kommt eine Zeit

mit Regen, mit Hagel, mit Schnee.

Mit Wind, der um die Ecke stürzt,

der nimmt dem Mann den Hut vom Kopf.

„Ei!“ ruft der Mann. „Wo ist mein Hut?“

„Ei!“ ruft der Hut. „Wo ist mein Mann?“

Und ist schon ganz weit oben.

Der Hahn auf goldner Kirchturmspitz,

der denkt: ,Ich seh nicht recht

ein Hut ganz ohne Mann,

ein Hut, der auch noch fliegen kann

und hat doch keine Flügel an.’

Der Mann steht klein und dunkel da.

Der Wind ist längst vorbei.

Regen und Sonnenschein (Werner Bergengruen)

Laufe, Regen, laufe,

laufe aus der Traufe,

tränke jedes Gartenbeet,

wo noch eines dürre steht.

Scheine, Sonne, scheine,

trockne Gras und Steine,

schluck den letzten Wolkenstreif,

koch die blauen Trauben reif!


Ich male (Rudi Strahl)

Ich mal’ mit Tusche Katz’ und Hund,

wie ich sie gerne hätt’:

die Katze gelb und kugelrund,

den Hund gestreift und kunterbunt,

und beide sehr, sehr nett.


Sie spielen da mit einer Maus –

Die mal’ ich grün kariert;

So sieht auch sie sehr lustig aus

Und springt so gern ums lila Haus,

vor dem das Spiel passiert.


Nun ist noch für die Sonne Platz,

sonst bleibt der Himmel grau;

doch alles Gelb im Farbenschatz

verbrauchte ich schon für die Katz’

drum, Sonne, wirst du blau!

Gedanken zum Frieden (Sascha Schmidt)

Frieden ist Fröhlichsein,

Spielen im Wind.

Auf der Wiese liegen,

ich bin noch ein Kind.


Krieg ist das Böse.

Ich kenne ihn nicht.

Er ist die Angst, die Dunkelheit,

kein Licht.


Wo Krieg ist,

da sterben Blumen und Bäume.

Krieg, das ist Traurigsein

und böse Träume.


Frieden heißt glücklich sein

auf unserer Erde.

Ihnen zu erhalten, ist unsere Pflicht,

damit stets Frühling wieder werde!

Winter Abschied (Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Winter, ade!

Scheiden tut weh.

Aber dein Scheiden macht,

dass jetzt mein Herze lacht.

Winter, ade!

Scheiden tut weh.

Gehst du nicht bald nach Haus,

lacht dich der Kuckuck aus.

Winter, ade!

Scheiden tut weh.

Winter, ade!

Scheiden tut weh.


Die verkehrte Welt (Helmut Stöhr)

Des Abends war’s,

hell ging die Sonne auf,

der Bach floß schnell

den Berg hinauf…



Auf den Gartentisch

Kletterte ein Fisch,

rief: „Die Luft ist wunderbar!“

kämmte sich, kämmte sich dann

sein langes blondes Haar

mit einem Suppenlöffel!

Auf dem Tellerrand

Stand ein Elefant,

Kopf ins Bilderbuch gesteckt,

und las nach und las nach,

wie man Apfelkuchen bäckt

aus blaugestreiften Birnen!



Petra (Marianne Kreft)

Das macht Petra, wenn sie sich

Mit Steffen an-freundet:

Sie lächelt Steffen an.

Sie legt ihren Arm um Steffen.

Sie hält Steffen an der Hand.

Sie macht Steffen den Ranzen zu.

Das macht Petra, wenn sie sich

von Steffen ab-freundet:

Sie dreht Steffen den Rücken zu.

Sie guckt Steffen bös an.

Sie streckt Steffen die Zunge raus.

Sie lacht Steffen aus.


Zum Lehrertag (Werner Lindemann)

Gestatten Sie, dass ich

von Herzen gratulier’

Zu Ihrem Ehrentage

mit diesen Rosen hier.


Die erste schenk’ ich Ihnen,

weil Sie ein Lehrer sind,

denn ohne Lehrer blieben

die Menschen dumm und blind.


Noch einmal

meinen Glückwunsch


Sie haben offne Ohren

für jede, jede Frage.

Dafür die zweite Rose

an Ihrem Ehrentage.


Sie kein Besserwisser

und lernen so wie wir.

Dafür die dritte Blüte

als Dankeschön von mir.



Die vierte – ja, die vierte,

die bring ich Ihrem Lachen

womit Sie uns das Lernen

zur Hälfte leichter machen.


Die fünfte Rose für

Ihr angegrautes Haar;

ich will versuchen, mich

zu bessern nächstes Jahr.

und meinen tiefen Dank

an diesem Ehrentage.

Und werden Sie nicht krank!


Elefant (Hans Baumann)

Als allerkleinster Elefant

bin ich in Stadt und Land bekannt.

Mama sagt: „Sei nur artig, Kind.

komm her geschwind, mein Elefint!“

Papa, der mich so lang schon kennt,

sagt ohne End nur Elefent.

Hab ich beim Rechnen nichts gekonnt,

nennt mich mein Onkel Elefont.


Die Tante ruft zu jeder Stund

ganz ohne Grund: „Du Elefunt!“

Und wie sagt ihr? Ich bin gespannt,

ob Elefunt, -fint, -font, -fent, -fant?


Wir (Irmela Brender)

Ich bin ich und du bist du.

Wenn ich rede, hörst du zu.

Wenn du sprichst, dann bin ich still,

Weil ich dich verstehen will.

Wenn du fällst, helf ich dir auf,

und du fängst mich, wenn ich lauf.

Spielst du pong, dann spiel ich ping,

und du trommelst, wenn ich sing.

Allein kann keiner diese Sachen,

zusammen können wir viel machen.

Ich mit dir und du mit mir –

Das sind wir.


Wem tut kein Zahn weh? (Josef Guggenmos)

Heut hatte Arbeit,

fast zu viel,

Tierzahnarzt, Max Halifax.

Tiger, Zebra, Krokodil,

Bär, Hirsch, Frosch,

Kalb, Fuchs und Dachs,

Nilpferd, Pony,

Has und Reh

kamen an:

„Ein Zahn tut weh!“


So riefen sie

und klagten sehr.

Einer hat gelogen.

Wer???


Wir gratulieren (Erika Engel)

Ein feierlicher Tag ist heut,

wo wir beisammen sind.

Doch wer sich heut am meisten freut,

ist das Geburtstagskind.

Wir zünden ihm die Lichter an,

die leuchten hell und klar.

So froh, dieser Tag begann,

sei nun das ganze Jahr.

Das ganze Jahr sei schön und bunt

Wie unsre Blumen hier.

Bleib immer fröhlich und gesund.

Wir gratulieren dir!


Wir gratulieren (Erika Engel)

Ein feierlicher Tag ist heut,

wo wir beisammen sind.

Doch wer sich heut am meisten freut,

ist das Geburtstagskind.

Wir zünden ihm die Lichter an,

die leuchten hell und klar.

So froh, dieser Tag begann,

sei nun das ganze Jahr.

Das ganze Jahr sei schön und bunt

Wie unsre Blumen hier.

Bleib immer fröhlich und gesund.

Wir gratulieren dir!


Heutige Weltkunst (Friedrich von Logau)

Anders sein und anders scheinen,

Anders reden, anders meinen,

Alles loben, alles tragen,

Allen heucheln, stets behagen,

Allem Winde Segel geben,

Bös' und Guten dienstbar leben,

Alles Tun und alles Dichten

Bloß auf eignen Nutzen richten:

Wer sich dessen will befleißen,

Kann politisch heuer heißen,

Житейская мудрость (Перевод Л. Гинзбурга)

Быть одним, другим казаться,

Лишний раз глухим сказаться,

Злых, как добрых, славословить,

Ничему не прекословить,

Притворяться, лицемерить,

В то, во что не веришь, - верить,

Чтоб не влипнуть в передряги,

О своем лишь печься благе, -

И, хоть время наше бурно,

Сможешь жизнь прожить недурно.


Dämmerung (Theodor Däubler)

Am Himmel steht der erste Stern,

Die Wesen wähnen Gott den Herrn,

Und Boote laufen sprachlos aus,

Ein Licht erscheint bei mir zu Haus.


Die Wogen steigen weiß empor,

Es kommt mir alles heilig vor.

Was zieht in mich bedeutsam ein?

Du sollst nicht immer traurig sein.

Сумерки

На небе первая звезда,

И Бога создает мечта,

Исчезли лодки в тишине,

И свет горит в моем окне.


Барашки волн еще видны,

И все мне кажется святым,

Наполнив чувствами меня…

Всегда печальным быть нельзя.


Abendständchen (Clemens Brentano)

Hör es klagt die Flöte wieder

Und die kühlen Brunnen rauschen.

Golden wehn die Töne nieder,

Stille, stille, lass uns lauschen!


Holdes Bitten, mild Verlangen,

Wie es süß zum Herzen spricht!

Durch die Nacht, die mich umfangen,

Blickt zu mir der Töne Licht.

Серенада

Снова флейта плачет, слышишь!

Родники журчат прохладой,

Вьются звуки… Тише! Тише!

Дай послушать серенаду.


Просьба что-то мне пророчит,

Сладко с сердцем говоря,

Сквозь объятья этой ночи

Звуки смотрят на меня.



Geigerin (Heinrich Suso Waldeck)

Ein tiefes Bitten, Beben

Im Singen deiner Geige:

Du willst dich mir ergeben,

O junges, heißes Leben.

Ich aber weiß und schweige.


Ein Wohltrank ohne Neige,

Ein Wohltraum ohne Ende

Dein Lied, solang ich schweige.

Ich liebe deine Geige

Vielleicht noch deine Hände.

Скрипачка

Мольбой и сладкой мукой

Играет эта скрипка,

Ты вкладываешь в звуки

Печаль и боль разлуки. –

Я знаю, счастье зыбко, –


Нелепая попытка,

И я молчу под звуки,

Конечно, это пытка,

Ведь я влюбился в скрипку

И, может, в эти руки.


Rechthaber (Wilhelm Busch)

Seine Meinung ist die rechte,

Wenn er spricht, müsst ihr verstummen,

Sonst erklärt er euch für Schlechte

Oder nennt euch gar die Dummen.


Leider sind dergleichen Strolche

Keine seltene Erscheinung.

Wer nicht taub, der meidet solche

Ritter von der eignen Meinung.

Поборник справедливости

Только он всегда все знает,

Прав – везде, во всем, всегда.

Кто иначе посчитает,

Будет в ранге дурака.


Это – частое явление,

Если встретишь по дороге,

Избегая столкновения

Уноси подальше ноги.


Einschulung (Wilhelm Busch)

Also lautet ein Beschluss:

Dass der Mensch was lernen muss.

Nicht allein das Abc

Bringt den Menschen in die Höh,


Nicht allein im Schreiben, Lesen

Übt sich ein vernünftig Wesen;

Nicht allein in Rechnungssachen

Soll der Mensch sich Mühe machen;


Sondern auch der Weisheit Lehren

Muss man mit Vergnügen hören.

Viel zu spät begreifen viele

die versäumten Lebensziele:


Freude, Schönheit der Natur,

Gesundheit, Reisen und Kultur,

Darum, Mensch, sei zeitig weise!

Höchste Zeit ist's! Reise, reise!

Обучение

Решено уже давно –

знанье нам не зря дано,

но не только алфавит

нас поднимет до высот,


пусть основы обученья

арифметика и чтенье,

человек не только этим

будет жить на этом свете, –


надо мудрости внимать,

слушать и запоминать.

Слишком поздно так бывает

человек вдруг понимает


путешествий правоту

их здоровье, красоту,

радость, творческий подъем!

Путешествовать идем!


(Wilhelm Busch)

Halt dein Rösslein nur im Zügel,

kommst ja doch nicht allzuweit.

Hinter jedem neuen Hügel

dehnt sich die Unendlichkeit.


Nenne niemand dumm und säumig,

der das Nächste recht bedenkt.

Ach, die Welt ist so geräumig,

und der Kopf ist so beschränkt.

Далеко нельзя уехать,

Если конь всегда в узде –

За холмами снова вечность

Открывается тебе.


Не кори того, кто медлит,

Не решаясь что-то взять.

Мир огромен, он приемлет

То, что мозгу не понять.

Aufforderung zur Bescheidenheit (Erich Kästner)

Wie nun mal die Dinge liegen,

und auch wenn es uns missfällt:

Menschen sind wie Eintagsfliegen

an den Fenstern dieser Welt.


Unterschiede sind fast keine,

und was wär auch schon dabei!

Nur: die Fliege hat sechs Beine,

und der Mensch hat höchstens zwei.

Призыв к скромности

Случай совсем не редкий,

Пусть даже мы не хотим,

Мухи – они однодневки,

Люди подобны им.


Только в ногах различие,

Бесспорно по правоте, –

У мухи шесть ног обычно,

У нас, в лучшем случае, – две.


Aus: Nasser November (Erich Kästner)

Ziehen Sie die ältesten Schuhe an,

die in Ihrem Schrank vergessen stehn!

Denn Sie sollten wirklich dann und wann

auch bei Regen durch die Straßen gehn.


Sicher werden Sie ein bisschen frieren,

und die Straßen werden trostlos sein.

Aber trotzdem: gehn Sie nur spazieren!

Und, wenn's irgend möglich ist, allein.

Из: Сырой ноябрь

Старые ботинки обувайте –

Нет, о них не надо забывать,

Потому что иногда бывает

Нужно под дождем идти гулять.


Ну и пусть, замерзните немножко

На унылых улицах при том,

Все равно идите, если можно,

Погуляйте сами под дождем.


Der Winter (Georg Heym)

Der Sturm heult immer laut in den Kaminen

Und jede Nacht ist blutig-rot und dunkel.

Die Häuser recken sich mit leeren Mienen.


Nun wohnen wir in rings umbauter Enge,

Im kargen Licht und Dunkel unserer Gruben,

Wie Seiler zerrend grauer Stunden Länge.


Die Tage zwängen sich in niedre Stuben,

Wo heisres Feuer krächzt in großen Öfen.

Wir stehen an den ausgefrornen Scheiben

Und starren schräge nach den leeren Höfen.

Зима

Опять в каминах громко воет ветер,

И в темноте кроваво-красной ночи

Гримасничают окна тусклым светом.


Жаль… Но ютиться в темноте угрюмой

бесцветных норок нам еще придется,

и дни придется дергать, будто струны.


А время незаметно проберется

в те комнаты, где печка треск разносит,

где мы стоим у запотевших окон

и смотрим в пустоту дворов напротив.




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Краткое описание документа:

"Описание материала:

В сборнике собраны самые популярные стихи немецких поэтов: Goethe J.W., Heine H., Schiller F., Josef von Eichendorff, Wilhelm Müller, а также разных авторов, которые можно использовать для конкурсов чтецов немецкой поэзии, которые обычно проходят ежегодно среди учащихся.

Подборка стихов соответствует разному возрасту учащихся, а также их объём: для 5-6 классов - 8 строк, для 7 - 8 кл. - 12 строк, для 9 - 11 кл. - 16 строк и более.

Сборник является хорошим подспорьем учителям при подготовке к данному конкурсу.

Автор
Дата добавления 14.01.2014
Раздел Иностранные языки
Подраздел Другие методич. материалы
Просмотров8368
Номер материала 25871011410
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Комментарии:

1 год назад

Приятно встретить учителя немецкого языка, увлеченного немецким языком и своей профессией. С интересом буду знакомиться с Вашими новыми материалами. Успехов Вам!

Ваш сборник будем с удовольствием использовать на занятиях немецкого языка и для души. Спасибо Вам!

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