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Инфоурок / Иностранные языки / Конспекты / Немецкая литература 17 века
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Немецкая литература 17 века

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DIE FOLGEN DES DREIßIGJÄHRIGEN KRIEGES


Das politische und gesellschaftliche Leben Deutschlands im 17. Jh. Verlief im Zeichen des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648). Im Jahre 1618 kam der “Dreißigjährige Krieg”. Er war zunächst ein Kampf zwischen der evangelischen und der katholischen Fürstenpartei in Deutschland, “der Union und der Liga”. Während des dreißigjährigen Krieges wurden weite Teile Deutschlands verwustet und entvölkert. Die Bevölkerungszahl ging in den Jahren des Krieges von 15 Millionen um 1600 bis auf 10 Millionen um 1650 zurück. Politisch und gesellschaftlich war die Bevölkerung eines absolutistischen Staates in Stände eingeteilt. Den ersten Stand bildete der Adel, der seine Standesrechte behielt. Große Teile von ihm traten in den Dienst des Königs oder eines Fürsten.

Den zweiten Stand bildete die hohe Geistlichkeit: Erzbischofe, Bischofe und Äbte. Der zweite Stand verfügte über reichen kirchlichen Grundbesitz, hatte aber seinen Einfluss auf die Staatsführung verloren.

Den dritten Stand bildete das Bürgertum in den Städten und Bauern. Die Lage Bauern war besonders schwer. Sie waren als Horige zu Frondiensten verpflichtet. Der dritte Stand trug alle Lasten der Steuern. Die Masse der Bevölkerung lebte also in bedruckender Lage.

1648 wurde der westfalische Frieden geschlossen. Bis heute gilt der Dreißigjährige Krieg als eine der schlimmsten Katastrophen der deutschen Geschichte.























DAS DEUTSCHE BAROCK

Dreißig Jahre hindurch verwüsteten unzählige Söldnerheere, was Menschenhand in jahrhundertelanger mühevoller Arbeit geschaffen hatte. Städte und Dörfer wurden in Trümmerhaufen verwandelt; Krieg, Hunger, Feuerbrände und Pest vernichteten einen bedeutenden Teil der Bevölkerung. Deutschland wurde durch den Krieg in mehrere Hunderte Kleinstaaten zersplittert, die Macht des Kaisers endgültig gebrochen, und die der Fürsten gefestigt.

Die feudale Rangordnung wird bildlich in dem Traum vom Ständebaum veranschaulicht.

Auf jedem Gipfel saß ein Kavalier,

und alle Äste wurden anstatt der Blätter mit

allerhand Kerlen geziert. Die Wurzel wurden

mit den einfachen Leuten:

Handwerkern, Taglöhnern geziert.

Die ganze Last des Baumes lag auf ihnen und drückte sie.

Die Zersplitterung des Landes erschwerten die Entwicklung der nationalen Kultur des deutschen Volkes und begünstigten den Einfluss des Auslandes. Besonders gross war die Sprachverwirrung, die durch das Sprachgemisch von Deutschen, Spaniern, Franzosen, Schweden, Kroaten und anderen Völkerschaften hervorgerufen wurden.

Um die nationale Literatur zu entwikeln, mußte vor allem die Nationalsprache geschaffen werden, was sich bei der staatlichen Zersplitterung als ungemein schwierig erwies. Dichter wie Martin Opitz, Andreas Gryphius bemühten sich ehrlich darum.
























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(1605-1659)

Simon Dach entstammte aus einer armen bürgerlichen Familie. Er wurde am 29. Juli 1605 in Memel, im Herzogtum Preussen, geboren, wo sein Vater als Dolmetscher für Litauisch und Polnisch am Gericht arbeitete. Bis 1619 besuchre er die Stadtschule in Memel und darauf die Domschule in Königsberg. Immer lebte der Dichter in bedrückenden materiellen Verhaltnissen. Es war ihm unmöglich, auf eine Bildungstour ins Ausland, wie es z.B. Opitz, Gryphius, Zesen u.a. getan haben, zu gehen. 1621 reiste er als Famulus eines Theologen, mit dem er entfernt verwandt war, nach Wittenberg und Magdeburg und beendete dort seine Schulbildung. Seit 1626 studierte er an der Universität zu Konigsberg Theologie, Philosophie und Literatur.

Simon Dach lebte weiterhin immer in Königsberg, wo er zunächst als Hauslehrer, später (ab 1633) als Lehrer an der Domschule und schliesslich (ab 1639) als Professor für Poesie tätig war. Die Entlohnung war dürftig. Er bekam 100 Taler, dazu Korn und Holz. Die letzten Lebensjahre war der Dichter lungenkrank, mußte sein Lehramt niederlegen und war völlig von der Gunst des Kurfürsten abhängig. Eines seiner letzten Gedichte “Untertänigste letzte Flehschrift an seinen Kurfürsten” zeigt uns einpragsam die materielle Not und Abhängigkeit des Dichters. Simon Dach starb am 15. April 1659.

Die Eigentümlichkeit des dichterischen Talents von Dach war mit seiner musikalischen Begabung aufs engste verbunden. Als Kunstler entwickelte er sich im Kreise von Freunden, Dichtern und Komponisten – des so genannten Königsberger Kreises.

Das poetische Werk Dachs war betrachtlich groß. Er hinterließ über tausend Fest-, Hochzeit- und Trauercarmina. Um zu leben, mußte er zahlreiche Gelegenheitsgedichte für seine Aufträggeber aus dem Königsberger Bürgertum und für den kurbrandenburgischen wie auch den polnischen Hof schreiben. Er hinterlies über 1000 Fest-, Hochzeits-, Trauergedichte oder Karmina.

Zu den bekanntesten, in alle Anthologien aufgenommenen Liedern gehört aber sein lebensjahender Lobgesang auf die Freundschaft “Der Mensch hat nichts so eigen…”. Dieses Thema wurde von den Dichtern der Sturm- und-Drang-Bewegung sowie auch von den Romantikern aufgegriffen und vertieft weiter entwickelt. Bekannt es auch das Hochzeitlied “Ännchen von Tharau”. Es war in der samlandischen Mundart geschrieben. Der Sprachforscher und Dichter Herder hat dieses Lied ins Hochdeutsche übertragen.

Viele Gedichte von Dach vertönte der bekannte Hoforganist und Dichter heinrich Albert.

In Buchform wurde die Lyrik von Simon Dach in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts herausgegeben.
















FREUNDSCHAFT

Der Mensch hat nichts so eigen,

So wohl steht ihm nichts an,

Ais des ser Treu erzeigen

Und Freundschaft halten kann;

Wann er mit seines gleichen

Soll treten in ein Band,

Verspricht sich, nicht zu weichen

Mit Herzen, Mund und Hand.


Die Red ist uns gegeben,

Damit wir nicht allein

Vor uns nur sollen leben

Und fern von Leuten sein;

Wir sollen uns befragen

Und sehn auf guten Rat,

Das Leid einander klangen,

So uns betreten hat.


Was kann die Freude machen,

Die Einsamkeit verhehlt?

Das gibt ein duppelt Lachen,

Was Freunden wird erzählt;

Der kann sein Leid vergessen,

Der es von Herzen sagt;

Der muß sich selbst auffressen,

Der in geheim sich nagt.


Gott stehet mir vor allen,

Die meine Seele liebt;

Dann soll mir auch gefallen,

Der mir sich herzlich gibt,

Mit diesem Bunds-Gesellen

Verlach ich Pein und Not,

Geh auf den Grund der Hollen

Und breche durch den Tod.


Ich hab, ich habe Herzen,

So treue wie gebührt,

Die Heuchelei und Scherzen

Nie wissentlich berührt!

Ich bin auch ihnen wieder

Von Grund der Seelen hold,

Ich lieb euch mehr, ihr Bruder,

Denn aller Erden Gold.
















ÄNNCHEN VON THARAU

(gekürzt)


Ännchen von Tharau ist, die mir gefällt.

Sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld.


Ännchen von Tharau hat wieder ihr Herz

Auf mein gerichtet in Leben und in Schmerz.


Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut,

Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut.


Kam alles Wetter gleich auf uns zu schlahn,

Wir sind gesinnt, beeinander zu stahn.


Krankheit, Verfolgung, Betrübnis und Pein

Soll unserer Liebe Verknötigung sein.


Recht als ein Palmenbaum über sich steigt,

Je mehr ihn Hagel und Regen anficht:


So wird die Lied in uns mächtig und grot,

Durch Kreuz, durch Leiden, durch allerlei Not.


Würdest du gleich einmal von mir getrennt,

Lebtest da, wo man die Sonne kaum kennt:


Ich will dir folgen durch Walder, durch Meer,

Durch Eis, durch Eisen, durch feindliches Heer.


Ännchen von Tharau, mein Licht, meine Sonn,

Mein Leben schliess ich um deines herum.





























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(1597-1639)


Bedeutende Verdienste um die Belebung der

deutschen Literatur und Sprache erwarb sich Martin Opitz.

Er wurde im oberschlesischen Bunzlau als Sohn

eines Metzgermeisters geboren. Er studierte in Beuthen,

Frankfurt (Oder) und Heidelberg Rechtswissenschaften,

mußte sich jedoch gleichzeitig als Erzieher die nötigen

Studienmittel verdienen.

Anschließend reiste er als Begleiter eines dänischen Adligen nach Holland und Dänemark. Nach langen, vergeblichen Bemühungen um eine Anstellung in seiner Heimat, wurde er Lehrer am akademischen Gymnasium in Weißenburg. 1626 begann seine diplomatische Laufbahn. Zunächst war er Geheimsekretar und Gesandter des Schlesischen Burggrafen von Dohna, ab 1637 Hofhistoriograph und Sekretär des Polenkönigs Ladislaus IV. Im Jahre 1639 starb er in Danzig an der Pest.

Sein bedeutendes Werk ist das “Buch von der Deutschen Poeterey” (1624). Opitz behandelt in den ersten Kapiteln allgemeine Fragen der Dichtung: ihre Herkunft, ihre didaktische Aufgabe, die gesellschaftliche Stellung des Dichters und Verantwortung. Martin Opitz war kein großer Dichter, aber ein ausgezeichneter Theoretiker.








LIED

Kompt laßt uns aufspatziren

Zu hören in dem walt

Die vögel musiciren,

Daß berg, und thal erschalt.


Wohl dem der frey kan singen,

Wie ihr, ihr volck der lufft,

Mag seine stimme schwingen

Zu der, auff die er hofft.


Ich werde nicht erhöret,

Wie hoch ich schreyen thue,

Die, so mich singen lehret,

Stopfft gantz dio ohren zu.


Mehr wohl dem, der frey lebet,

Wie du, du leichte schaar,

In trost und furcht nit schwebet.

Ist ausser der gefahr.


Ihr werd zwar hindergangen,

Doch helt man auch in werth,

Ich bin von der gefangen,

Die meiner nicht begert.


Zu letzt bin ich in leiden,

Ihr seit in lust und schertz,

Ihr singt aus lust und freuden,

Und ich aus angst und schmertz.

Ihr könnt noch mittel finden,

Entfliehen aus der pein,

Sie muß noch mehr mich binden,

Soll ich erlöset sein.



Перевод К.Случевского

Мартин Опиц

Песня

Пойдем-ка на гулянье

В зеленый, темный бор!

Там птичек щебетанье

Несется с ближних гор.


Как им не веселиться?

Свобода им дана;

Их песенка домчится

К тем, для кого она.


Меня же не услышат,

Хоть начал бы кричать:

Та, кем все чувства дышат,

Не хочет песен знать.


Счастлив, кто, петь умея,

Как птиц летучий хор,

Живет, тоской не млея,

И чувствует простор.



Хоть и для вас порою

Есть клетка при окне,

Но я… я пойман тою,

Что не добра ко мне.


Из клетки, из неволи

Вам можно улететь,

А мне из тяжкой доли

Не выйти – умереть!





















АНХЕН ИЗ ТАРАУ

Слова Симона Даха.

Анхен из Тарау нравится мне,

больше чем жизнь и богатство – вдвойне.


Анхен из Тарау – счастье и боль,

кровь моя, плоть моя, сладость и соль.


Так, несмотря ни на что, нам судьбой

быть предначертано вместе с тобой.


В противоборстве с коварством и злом

наша любовь завязалась узлом.


Но чем тропический ливень сильнее-

тем пальма выше, красивей, стройней.


Так и любовь наша светит окрест-

через страданья несем мы свой крест.


Если же вздумают нас разлучить-

лучик надежды нам будет светить.


Я через море пойду за тобой,

сквозь лед и пламень, сквозь смертный бой.


Анхен из Тарау – солнышко, свет,

я твоей чудной улыбкой согрет.



Будешь послушной и верной, жена,

в жизнь до конца мою заключена.


Там, где единых нет уст и сердец,

может быть вечной любовь, наконец?


Там, где бранятся, злорадствуют, лгут

и словно кошка с собакой живут?


Мы не дойдем до того, верю я,

Анхен, голубка, овечка моя.


Будем довольны друг другом вполне:

юбку дарю тебе, шляпу – ты мне.


Анхен из Тарау – милый покой –

неразлучимы навеки с тобой!


Нет слаще рая, чем быть нам вдвоем.

В царство небесное вместе придем.












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Дата добавления 09.10.2015
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