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Эл. №ФС77-60625 от 20.01.2015
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Рекомендации для работы над текстом "Geld schießt Tore" по предмету Немецкий язык 11 класс

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Geld schießt Tore


Für Fans, Vereine und Medien ist Sport mittlerweile ein teurer Spaß geworden. 11 Milliarden Euro wird zum Beispiel die Fußball-WM in Brasilien kosten. Die Kommerzialisierungsspirale dreht sich trotz Protesten immer weiter.

Wenn Thomas Krumrey ins Fußballstadion geht, gibt es überall Werbung. Auf seinem Ticket steht das Logo des Sponsors, im Stadion prangt die Bandenwerbung und in den Halbzeitpausen spielen Werbespots über die großen Lautsprecherboxen. Je besser die Stimmung unter den Fans, desto lauter wird die Werbung. „So massive Formen stören die Atmosphäre“, findet der 25-Jährige.

Denn eigentlich geht es Thomas Krumrey nur um den Fußball, wenn er auf der Tribüne sitzt: Schon seit er klein ist, schwärmt er für den1. FC Kaiserslautern. Die große Schwester hat ihn damals zum ersten Mal mit ins Stadion genommen. Er besitzt Schals und Trikots seines Lieblingsvereins und fährt mit zu den Auswärtsspielen. Immer mit dabei: Der Sponsor des Vereins.

Anfänge der Kommerzialisierung

Ein neues Phänomen ist die Kommerzialisierung des Sports nicht. Besonders der Profisport ist schon lange ein Geben und Nehmen: Sponsoren wie Wirtschaftsunternehmen finanzieren einen Verein, dafür dürfen sie sich in den Stadien und auf Trikots präsentieren. Schon in den Fünfzigerjahren zeigte sich der damalige Trainer der deutschen Fußballnationalmannschaft Sepp Herberger werbewirksam im Trainingsanzug von Adidas.

Doch vor allem in den letzten zwanzig Jahren hat sich die Kommerzialisierung schnell entwickelt. „Sport ist heute Wirtschaftsgut und Kulturgutzugleich“, erklärt Michael Schaffrath, Münchner Professor für Sportwissenschaften, der auf diesem Gebiet forscht. Ein Beispiel dafür sind die explodierenden Spielergehälter, die besonders im Profifußball gezahlt werden. 787 Millionen Euro verdienen laut der Bundeszentrale für politische Bildung allein die Spieler der Fußballbundesliga in der Saison 2011/12. Mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz generierte die Fußballbundesliga in der Saison 2011/2012 insgesamt. Nach einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey aus dem Jahr 2010 trägt der Profifußball jährlich mit rund 5,1 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt Deutschlands bei. Mit 110.000 Arbeitsplätzen ist die Bundesliga größer als manches Unternehmen.Prof. Dr. Michael Schaffrath | © privat

Unterstützung von Unternehmen im Wettbewerb

Einer, der selbst vom System der Kommerzialisierung profitiert und gut verdient hat, ist Marco Bode. Bis 2002 war er erfolgreicher Profifußballer und spielte für Deutschland in der Nationalmannschaft. Und dennoch sagt er, müsse man aufpassen, „dass man das Rad nicht zu weit dreht“. In der Tat, im internationalen Vergleich ist die Kommerzialisierung in Deutschland noch einigermaßen moderat. Tickets für die Premier League in England beispielsweise kosten ein Vielfaches mehr als hierzulande.Marco Bode | © privat

Für Marco Bode ist Fußball aber auch ganz klar Teil der Marktwirtschaft. Seit einem Jahr ist der Ex-Profi Mitglied im Aufsichtsrat des Bundesligavereins Werder Bremen. „Wir brauchen die Unterstützung von Unternehmen, Sponsoren und den Medien, um in diesem starken Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben“, erklärt er. Ohne Kommerzialisierung sei professioneller Sport nicht möglich.

Der Markt, besonders in der deutschen Fußballbundesliga, ist hart umkämpft. Große Vereine wie der FC Bayern oder Borussia Dortmund haben viel Geld und viele Möglichkeiten. Kleine Vereine versuchten da vergebens mitzuhalten, erzählt Michael Schaffrath. Oft kaufen sie zu teure Spieler ein, die sie nicht bezahlen können.

Auch Fußballer Marco Bode sieht die zunehmende Kommerzialisierung im Sport nicht nur positiv: „Gerade weil im Fußball so viel Geld eine Rolle spielt, gibt es auch negative Erscheinungen wie Doping oder Wettbetrug.“ Dennoch versucht er in seinem Verein Werder Bremen, die gewaltige Kraft des Sports auch positiv zu nutzen und soziale Verantwortung zu übernehmen, zum Beispiel mit Projekten gegen Rassismus.

Medien treiben die Kommerzialisierung weiter voran

Fußball ist zwar das beste Beispiel für die Kommerzialisierung, doch auch in der Formel 1 oder beim Boxen funktioniert das Prinzip. Das ist schlecht für die kleinen Randsportarten, denn sie können im Kampf um die Gunst der Zuschauer und Medien nicht mithalten. Basketball, Handball oder Eishockey sind im deutschen Fernsehen kaum präsent. „Die Verbände versuchen den Entwicklungen hinterherzulaufen, aber ihr Produkt hat nicht die mediale Absetzmöglichkeit wie in anderen Sportarten“, so Michael Schaffrath. 

Einnahmen der Lizenzvereine aus Werbung und Sponsoring in Mio. EuroEuro | © HSH Nordbank AG, Studie „Wirtschaftsfaktor Fußball. Globale Entwicklungen und die regionalwirtschaftlichen Potenziale des HSV.“

Einnahmen der Lizenzvereine aus Werbung und Sponsoring in Mio. Euro | © HSH Nordbank AG, Studie „Wirtschaftsfaktor Fußball. Globale Entwicklungen und die regionalwirtschaftlichen Potenziale des HSV.“



Die Medien sind mittlerweile untrennbar mit dem Sport verbunden. „Unser Trikotsponsor zahlt sicher nur deshalb fünf Millionen Euro jährlich, weil er jeden Tag intensiv in den Medien gezeigt wird“, erklärt Marco Bode vom SV Werder Bremen. Hinzu kommt, dass sich der Fußball zu einem wesentlichen Teil aus dem Verkauf von Übertragungsrechten für die Spiele finanziert. 

Das ‚kommerzielle Spielfeld‘ des Fußballs | © HSH Nordbank AG, Studie „Wirtschaftsfaktor Fußball. Globale Entwicklungen und die regionalwirtschaftlichen Potenziale des HSV.“

Das ‚kommerzielle Spielfeld‘ des Fußballs | © HSH Nordbank AG, Studie „Wirtschaftsfaktor Fußball. Globale Entwicklungen und die regionalwirtschaftlichen Potenziale des HSV.“



Eine Studie des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts von 2009 kommt zu dem Ergebnis, dass die Erlöse aus dem Verkauf von Fernsehrechten seit 1985 um das 67-fache gestiegen sind. Die Bedeutung von Fernsehen und Internet ist enorm. „Die Medien sind gleichzeitig Multiplikator und Hauptfinanzier des Sport“, fasst Michael Schaffrath zusammen. Nach Ansicht des Wissenschaftlers sorgen vor allem sie dafür, dass die Kommerzialisierungsspirale immer weiter vorangetrieben wird. Doch solange die Fans weiter viel Geld für Merchandising-Produkte oder Stadionbesuche ausgeben, wird sich daran nichts ändern. 

Verteilung der Erträge in der Saison 2006/07 nach Kategorien in % | © HSH Nordbank AG, Studie „Wirtschaftsfaktor Fußball. Globale Entwicklungen und die regionalwirtschaftlichen Potenziale des HSV.“

Verteilung der Erträge in der Saison 2006/07 nach Kategorien in % | © HSH Nordbank AG, Studie „Wirtschaftsfaktor Fußball. Globale Entwicklungen und die regionalwirtschaftlichen Potenziale des HSV.“



Sportveranstaltungen werden zu Showevents

Dazu gehört auch, dass Sport alleine heute nicht mehr genügt. Sportliche Großveranstaltungen werden immer mehr zu Pop-Events. Bestes Beispiel: Der Superbowl in Amerika. In den Pausen treten Superstars auf, vier Millionen teure Werbespots flimmern über die Bildschirme. Auch die Olympischen Spiele werden immer mehr zu Megaevents. Die Eröffnungsfeiern in Sotchi, Peking oder London lockten Millionen vor die Fernseher. So viel Show kostet natürlich.

München entschied sich 2013 gegen diese Eventarisierung. Mit einemVolksentscheid stimmten die Einwohner gegen eine Bewerbung der Stadt für die Olympischen Winterspiele 2022. Sie hatten Angst vor teureren Mieten und einer Zerstörung der Natur in Stadt und Land. Doch das nächste Megaevent steht schon an: Die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Dort protestierten vergangenen Sommer über 300.000 Menschen gegen die teure Großveranstaltung. Ungefähr 11 Milliarden Euro soll das Fußballevent dort kosten.

Unternehmen kaufen ganze Vereine

Besonders eine extreme Form der Kommerzialisierung scheint den Fans Sorge zu bereiten: Unternehmen oder Privatpersonen kaufen sich ganze Vereine. Ob Red Bull Salzburg oder der FC Chelsea, der dem russischen Milliardär Roman Abramovich gehört: Sport scheint eine lukrative Geldanlagegeworden zu sein. 

Finanzierungsstruktur der fünf großen Ligen, Saison 2005/06, in % | © HSH Nordbank AG, Studie „Wirtschaftsfaktor Fußball. Globale Entwicklungen und die regionalwirtschaftlichen Potenziale des HSV.“

Finanzierungsstruktur der fünf großen Ligen, Saison 2005/06, in % | © HSH Nordbank AG, Studie „Wirtschaftsfaktor Fußball. Globale Entwicklungen und die regionalwirtschaftlichen Potenziale des HSV.“



In Deutschland polarisiert derzeit der Fußballverein Rasenball Leipzig, vollständig aufgekauft vom Getränkehersteller Red Bull. Wirklich erlaubt ist das hierzulande allerdings nicht, denn es gibt die sogenannte50+1-Regelung. Die soll verhindern, dass Unternehmen sich in Vereine einkaufen, indem mindestens 51 Prozent der Anteile beim Verein selbst verbleiben müssen. Dank eines juristischen Tricks umging Red Bull diese Regelung. Nur im Namen des Vereins darf der Sponsor nach wie vor nicht auftauchen. Rasenball ist das Synonym für Red Bull. Solche Entwicklungen sieht auch Professor Michael Schaffrath mit Sorge: „Es ist bedenklich, wenn ein Verein von einem einzigen Sponsor abhängig ist.“ Der wahre Sport rücke immer weiter in den Hintergrund und werde unseriös gemacht.

Für Fußballfan Thomas schießt Geld heute die Tore. „Sport ohne Kommerzialisierung geht aber auch nicht“, bleibt er realistisch. Denn zu einem Spiel beim Amateurverein um die Ecke würde er nicht gehen – und qualitativ guter Fußball sei nun mal teuer. Die hohen Kosten spüren die Fans: Tickets und Merchandisingartikel wie Trikots oder Schals kosten viel Geld. Thomas ist sich sicher: „Sport ist ein gesellschaftliches Gut, aber gerade viele junge Leute können sich das Fan sein heute nicht mehr leisten.“











Worterklärungen

die Kommerzialisierungsspirale: die Entwicklung, dass Sport immer mehr kostet und auch immer mehr Geld mit ihm verdient wird
die Werbung: das Werben von Unternehmen um neue Kunden
der Sponsor, die Sponsoren: eine Person oder ein Unternehmen, die beziehungsweise das Geld gibt und dafür Werbung machen darf
prangen: hier: auffällig angebracht sein
die Bandenwerbung: Werbeplakate, die an den Begrenzungszäunen des Spielfeldes angebracht sind
die Lautsprecherbox, die Lautsprecherboxen: das Gerät, aus dem die Musik und das Gesprochene zu hören sind
für jemanden oder etwas schwärmen: jemanden oder etwas sehr mögen; hier: ein Fan sein
das Auswärtsspiel, die Auswärtsspiele: ein Wettkampf einer Mannschaft, der nicht in der Heimatstadt stattfindet
der Profisport: Der Sport ist der Beruf der Sportler. Sie verdienen ihr Geld damit.
werbewirksam: die Werbung ist wirksam; hier: Die Werbung ist genau so platziert, wie es der Sponsor Adidas möchte.
das Wirtschaftsgut, die Wirtschaftsgüter: hier: der Sport ist Teil der Wirtschaft
das Kulturgut, die Kulturgüter: hier: der Sport ist Teil der Kultur
das Spielergehalt, die Spielergehälter: das Geld, das die Sportler verdienen
das Bruttoinlandsprodukt: der Wert aller Waren und Dienstleistungen, die in einem Jahr in einem bestimmten Land produziert werden
moderat: bescheiden, angemessen
die Marktwirtschaft: ein Wirtschaftssystem, das auf der Grundlage von Angebot und Nachfrage funktioniert, und in dem die meisten Betriebe und Unternehmen Privatpersonen gehören und nicht dem Staat
der Aufsichtsrat, die Aufsichtsräte: eine Kommission, die die Geschäftsführung eines Unternehmens kontrolliert
vergebens: ohne Erfolg, umsonst
der Wettbetrug: hier: Man kann darauf setzen, welche Mannschaft ein Spiel gewinnen wird und Geld bekommen, wann man richtig vermutet hat. Oft werden die Spiele oder Ergebnisse aber so beeinflusst, dass bestimmte Personen viel Geld verdienen. Das ist Betrug.
soziale Verantwortung übernehmen: sich für gesellschaftliche Interessen einsetzen
die Randsportart, die Randsportarten: eine Sportart, die nicht sehr populär ist
die Gunst der Zuschauer: die Begeisterung der Zuschauer
die Absetzmöglichkeit, die Absetzmöglichkeiten: hier: Nur wenige Medien berichten über diese Sportart.
das Übertragungsrecht, die Übertragungsrechte: hier: die Erlaubnis, die Spiele im Fernsehen zu zeigen
der Erlös, die Erlöse: der Gewinn
das Merchandising-Produkt, die Merchandising-Produkte: hier: Produkte mit Bildern und Namen von Fußballmannschaften und Spielern, zum Beispiel T-Shirts, Schals, Fahnen, Poster
über die Bildschirme flimmern: hier: im Fernsehen laufen
die Eventarisierung: etwas zu einem großen Ereignis machen
der Volksentscheid, die Volksentscheide: das Volk stimmt über eine wichtige politische Frage ab
die lukrative Geldanlage, die lukrativen Geldanlagen: Geld anlegen und dabei einen großen Gewinn machen
polarisieren: einen Gegensatz hervorrufen
der juristische Trick, die juristischen Tricks: Lücken im Gesetz für den eigenen Vorteil nutzen
bedenklich: nicht korrekt, zweifelhaft
der Amateurverein, die Amateurvereine: die Sportler dieses Vereins trainieren zwar regelmäßig, verdienen aber kein oder nur wenig Geld mit dem Sport
das gesellschaftliche Gut: ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens
sich etwas leisten: hier: bezahlen können, genügend Geld haben

Краткое описание документа:

"Geld schießt Tore" B1-B2

Разработано учителем немецкого языка МБОУ "Гимназия им. И. Сельвинского" Орбачевской А.П. для подготовки учащихся к сдаче Немецкого языкового диплома (DSD-II; Niveau B2-C1) на основе материалов PASCH-NET.

В данный текст, относящийся к общей теме "Sport", для полноты раскрытия темы включены четыре графика, а ткже в качестве приложения Worterklärungen, где разъясняются немецкие реалии по данной теме, выделенные в тексте.

Текст может быть использован при изучении темы "Sport" и\или "Kommerz" в старших или профильных классах с углубленным изучением немецкого языка. Его можно взять за основу для подготовки специальной темы для экзамена DSD-II.

 



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Дата добавления 10.07.2015
Раздел Иностранные языки
Подраздел Конспекты
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